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Wer in der DDR mit bunten Haaren und zerrissenen Jeans herumlief, galt schnell als Staatsfeind. Tatsächlich machten gerade Punks aus ihrer Unzufriedenheit mit dem System kein Geheimnis. Viele bekamen wegen ihrer kritischen Texte keine Ausbildung oder landeten sogar im Gefängnis.

Hip-Hopper dagegen waren weniger politisch, wurden aber trotzdem überwacht und schikaniert: Englischer Sprechgesang und seltsam zuckende Breakdancer waren der Stasi verdächtig. Deshalb holte sie die Jugendlichen von der Straße, steckte sie aber nicht ins Gefängnis, sondern ins FDJ-Heim - zum Rappen unter Aufsicht und mit staatlicher Lizenz. (Produktion 2012)

1953 DDR-Strafprozess gegen Otto Fleischer beginnt

Otto Fleischer war ein renommierter Experte für den Steinkohleabbau, der wichtigsten Brennstoffquelle für Kraftwerke und Industrie damals. Man warf Fleischer und sieben weiteren Angeklagten vor, mit Bergbau-Funktionären im Ruhrgebiet, also im Westen, zusammengearbeitet zu haben, um Patente, Statistiken und andere Details zu verraten und die eigenen Bergwerke in und um Zwickau zu sabotieren. Fleischer bekam die höchste Strafe. Er wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der Prozess beginnt am 21. September 1953. Oberrichter Walter Ziegler stellt das Gericht vor und ruft die Angeklagten und Zeugen auf. Dann verliest der Generalstaatsanwalt der DDR, Ernst Melsheimer, die Anklage.  mehr...

12.4.1968 DDR-Nachrichten über Anschlag auf Rudi Dutschke

12.4.1968 | Auch der DDR-Rundfunk berichtet über den Anschlag auf Rudi-Dutschke und die anschließenden Ausschreitungen. Hier die 18-Uhr-Ausgabe der DDR-Nachrichten am Tag nach dem Anschlag. Typisch für den DDR-Rundfunk – und für westliche Ohren ungewohnt – sind die oft wertenden Formulierungen in Nachrichtensendungen.  mehr...

Digitale DDR

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27.04.1971: Peter Huchel verlässt die DDR

27.04.1971: Peter Huchel verlässt die DDR  mehr...

SWR2 Zeitwort SWR2

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