Klassiker der Schullektüre

Erich Kästner: Emil und die Detektive

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Karriere eines Kinderbuchklassikers

Von Konrad Lindner

Mit „Emil und die Detektive" wurde Erich Kästner 1929 schlagartig als Kinderbuchautor berühmt. Die Geschichte erzählt vom Musterknaben Emil, der sich in der großen Stadt Berlin auf die Jagd nach einem Dieb macht und dabei neue Freunde gewinnt.

Bereits in der Weimarer Republik war das Buch ein Bestseller; es kam als Theaterstück auf die Bühne und wurde mehrfach verfilmt. Die Mischung aus Sprachwitz und Abenteuer, kindlicher Hilfsbereitschaft und Milieu-Schilderung eroberte Generationen junger Leser. Kästner hatte als Redakteur der Kinderbeilage einer Modezeitschrift schon vorher für diese Altersgruppe geschrieben; einige dieser Texte flossen in seine Kinderbücher mit ein.

Zugleich verarbeitete er in „Emil und die Detektive" aber auch eigene Lebenskonflikte, etwa die überaus enge Bindung an seine Mutter. Das Buch wurde ein Klassiker der Kinderliteratur – und begeistert junge und ältere Leser noch heute.

Aufzeichnung eines Gesprächs im Literaturhaus Stuttgart

SWR2 Redkateurin Anja Brockert spricht am 21. September 2018 mit der Lyrikerin, Essayistin und Prosaautorin Ulrike Draesner und dem Dramaturgen und Autor John von Düffel über zwei der bekanntesten Kinderbücher von Erich Kästner: „Emil und die Detektive" (1929) und „Das doppelte Lottchen" (1949). Mit einer poetischen Performance von Timo Brunke.

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