Science-Fiction-Comic Bilder zum Comic-Debüt "Message" von Cristin Wendt

Science-Fiction-Comic Bilder zum Comic-Debüt "Message" von Cristin Wendt

Die Comic-Autorin Cristin Wendt, Porträt von unten aufgenommen (Foto: Pressestelle, Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt)
Stadtrand von Ludwigsburg, Verlagsgebäude von „Cross Cult“ in einem Industriegebiet. Auf dem Tisch im Konferenzraum liegt ein Stapel neuer Bücher. Cristin Wendt schlägt das erste Exemplar Ihres eigenen Buches auf. „Das fühlt sich schon ganz anders an, als wenn man es selber druckt: Hochwertiger vor allem. Ich freue mich gerade einfach nur. Es sieht echt schön aus.“ Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
Es ist das erste großformatige Hardcover für Cristin Wendt, die bislang ihre Comics ohne Verlag veröffentlicht hat. Der Name des Buches: „Message“. Auf dem Titelbild: Der Soldat Avarus in seiner Kampfmontur, der die verbliebene Menschheit gegen eine künstliche Intelligenz verteidigt. Cristin Wendt: „Ich musste mir für die Story einen Sündenbock aussuchen. Und eine Künstliche Intelligenz ist in der Science Fiction ein beliebtes Thema als Sündenbock – wenn eine künstliche Intelligenz mal durchdreht.“ Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
Ein Thema, dass es schon in der klassischen Science-Fiction-Weltuntergangs-Literatur gibt, etwa in dem mehr als hundert Jahre alten „Krieg der Welten“ von H.G. Wells. Doch damals kamen die Maschinen aus dem All. Heute, bei Cristin Wendt, macht die von Menschen geschaffene Künstliche Intelligenz KIEM Jagd auf ihre eigenen Schöpfer, mit „Exekutoren“, kleinen Killermaschinen. Gerade die Action-Szenen sind aufwändig gezeichnet, mit eher düsteren Farben, hier und da mit Schärfe und Unschärfe im Bildvordergrund und -Hintergrund gespielt. Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
Cristin Wendt arbeitet als Schreinerin – die greifbare, körperliche Arbeit ist für sie der perfekte Ausgleich zum kleinteiligen Zeichnen. Ihre Hauptfigur, der Krieger Avarus, hat halblange Haare und feine Gesichtszüge wie im Manga, aber sonst ist die Ästhetik futuristisch und eher westlich. Eine bewusste Mischung für Cristin Wendt. „Ich habe mein Werk mal einer Redakteurin von einem anderen Verlag gezeigt, und die hat damals gesagt: Es ist nicht wirklich Manga, es ist nicht wirklich Comic. Wir wissen nicht, wohin damit. Das war für mich damals ein Punkt, an dem ich gesagt habe: Mist, was mache ich da?“ Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
Zum Glück ist Cristin Wendt ihrem Zeichenstil treu geblieben – ein Hybrid-Stil mit Comic- und Manga-Elementen, den der Verlag Cross Cult ohnehin im Programm hat. Aber auch das Thema passt in diese Zeit, findet Verleger Andreas Mergenthaler: „Dass die Menschheit die Umwelt zerstört, und dass dann eine Computer-Intelligenz oder KI irgendwann aufwacht und sich darum kümmert, dass der Planet gerettet wird, könnte ja wirklich irgendwann passieren. Das fanden wir interessant.“ Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
Der Verlag Cross Cult ist sonst eher für Hefte und dicke Sammelbände etwa von Hellboy oder The Walking Dead bekannt. Für „Message“ wurde das klassische Album-Format gewählt. Insgesamt sind fünf Bände geplant. Der nächste soll im kommenden Jahr erscheinen. Pressestelle Cross Cult c/o Amigo Grafik GbR - Foto: Cristin Wendt
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