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Persönliche Empfehlung von Jurymitglied Elmar Krekeler für Mai 2019 James Sallis: Willnot

Aus dem Englischen von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger.

Ein Roman, der an einer Grube voller Leichen im fiesen Nieselregen irgendwo in Arkansas beginnt, kann ja eigentlich nur lichter werden. Wird „Willnot“ aber nicht. Was daran liegt, dass James Sallis ihn geschrieben hat. Der geht in seinen Romanen, die früher mal Thriller waren, dann klassische Noir, jetzt existenzialistische Dunkelfeldstudien, immer tiefer in die Seelen, die Vergangenheiten von Figuren, die neben sich gehen und nicht mehr zurückfinden. Und in eine Gesellschaft von Männern, von denen keiner unversehrt bleibt, keiner ist, wo er sollte oder will.

James Sallis: Willnot

James Sallis

Willnot. Aus dem Englischen von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger.

Verlag:
Liebeskind
Länge:
224 Seiten
Preis:
€ 20
Bestellnummer:
ISBN 978-3-95438-102-9

Zum Autor:

James Sallis wurde 1944 in Arkansas geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Er studierte Literaturwissenschaft in New Orleans und arbeitete anschließend als Lektor und Drehbuchautor. Er übersetzte Raymond Queneau und Puschkin ins Englische und veröffentlichte eine Biografie von Chester Himes. Bekannt wurde er mit seiner Romanreihe um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin. Seine Kriminalromane wurden mehrfach für Literaturpreise nominiert, u.a. für den Edgar, den Shamus und den Gold Dagger Award. 2008 wurde James Sallis mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Er lebt in Phoenix, Arizona.

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