Platz 10 (28 Punkte) Roman

Mit den normalen Bürgern, die ihr Leben führen, als würden sie einen Krämerladen betreiben, will der Held dieses Romans nichts zu tun haben. Ihn treibt es auf Expeditionen in entlegene Gegenden, in denen er Einblicke erhält, die ihn schaudern lassen und in denen sich seine spannungsreiche Haltung zur Welt gespenstisch spiegelt. Susanne Röckel führt ihre Figuren in zuweilen fantastische Regionen, in denen ihnen die Schreckensbilder ihres Inneren als bedrohliche Wirklichkeit begegnen. Manchmal entstehen daraus Szenen wie aus der schwarzen Romantik, in anderen Fällen lassen sich im Handlungsablauf unverkennbar zeitkritische Akzente ausmachen.

Zur Autorin:

Susanne Röckel, geboren 1953 in Darmstadt, studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Paris. Nach längeren Auslandsaufenthalten war sie von 1978 bis 1985 als Mitarbeiterin der Zeitschrift Filmkritik und freie Lektorin tätig. 1990 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Sie lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (Paula Fox, Antonia S. Byatt, Irène Némirovsky, Joyce Carol Oates u. a.) in München.

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