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Platz 9 (25 Punkte) Heinz Helle: Die Überwindung der Schwerkraft

Es gibt ja so ein paar Dinge, an denen kann man sich sein ganzes Leben lang abarbeiten. Und davon erzählen. Was das zum Beispiel sein soll – Leben. Für sich und für andere. Und das Denken über das Leben. Heinz Helle, 1978 in München geboren, ist ein promovierte Philosoph und ein philosophischer Erzähler. Man muss, was er schreibt, langsam lesen. So etwas schadet ja nie. Beim Bachmannwettbewerb gewann er 2013 den Ernst-Willner-Preis. Auf die Longlist des Deutschen Buchpreises kommt er regelmäßig.

In Kneipen ist seine Literatur gern unterwegs. Philosophie und Alltag fallen auf eigenartige, fabelhafte Weise ineinander. Je mehr gezecht wird, desto tiefenschärfer ist sie, Helles Literatur, desto leichter tanzen die Gedanken. 

Buchcover: Hein Helle: Die Überwindung der Schwerkraft

Heinz Helle

Die Überwindung der Schwerkraft . Roman

Verlag:
Suhrkamp
Länge:
208 Seiten
Preis:
€ 20
Bestellnummer:
ISBN 978-3-518-42823-8

„Die Überwindung der Schwerkraft“ ist da ein längst überfälliger Titel. Ein Buch über eine ganz eigene Beziehung. Die zum Bruder. Keinem direkten in diesem Fall. Die Beziehung zum Stiefbruder. Sie zechen, die Brüder, fallen von einer in die nächste Kneipe. Sie erzählen sich was. Über die Kälte der Gesellschaft, die Geschichte da draußen, die Gewalt, das Blutvergießen, Stalingrad zum Beispiel oder den Kinderschänder Marc Dutroux. Sie gehen auseinander. Der ältere Bruder, der mit einer Prostituierten ein Kind gezeugt hat, stirbt. Der jüngere erinnert sich. Rekonstruiert. Ein Gespräch über das Böse, darüber, ob man in diese Welt ein Kind lassen soll. Rekonstruiert ein Leben. Und welchen Stand, welchen Wert der Einzelne hat in der Welt.


Zum Autor:

Heinz Helle, geboren 1978, Studium der Philosophie, Arbeit als Texter in Werbeagenturen, Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts, lebt mit Frau und Kind in Zürich. Sein Romandebüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2014. Sein zweiter Roman, „Eigentlich müssten wir tanzen“, war für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.