Platz 6 (-) 31 Punkte Erzählung, Hrsg. und mit einem Nachwort von Klaus Amann

Die Prosa der durch ihre Lyrik berühmt gewordene österreichische Dichterin (1915 bis 1973) hatte es immer schwerer. Das gilt auch für ihre zu Lebzeiten unveröffentlichte Aufarbeitung eines sechswöchigen freiwilligen Psychiatrie-Aufenthalts, nach einem Selbstmordversuch im Alter von zwanzig Jahren. Die häusliche Enge, der sie entflieht, hat ihre Entsprechung in der Willkür des Klinikpersonals. Und dennoch setzt sich ihr klarer Blick auf die Herrschaftsverhältnisse durch.

Zur Autorin / Zum Autor:

Christine Lavant, (1915-1973), geb. in St. Stefan im Lavanttal (Kärnten) als neuntes Kind eines Bergmanns, war Lyrikerin und Erzählerin. Ihre Schulbildung musste sie aus gesundheitlichen Gründen früh abbrechen. Jahrzehntelang bestritt sie den Familienunterhalt als Strickerin. Sie erhielt u. a. den Georg-Trakl-Preis (1954 und 1964) und den Großen Österreichischen Staatspreis (1970).

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