Gespräch

Als Stadtschreiberin von Mainz will Dörte Hansen die Fasnacht ergründen

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INTERVIEW
Marie Gediehn

„Mainz ist für mich fast exotisch“, gibt die friesische Schriftstellerin Dörte Hansen in SWR2 zu. Beim ersten Besuch in Mainz sei sie aber mit so großer Freundlichkeit empfangen worden, dass sie über ihre Aufgabe als Stadtschreiberin ganz glücklich sei.

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Es muss nicht immer die Nordsee sein

Es sei ein wunderbares Geschenk, in Mainz sein zu können, in einer wunderbaren Wohnung nahe am Rhein, mit der Aussicht, sich diese Stadt erobern zu können. Vorgenommen habe sie sich für ihre Zeit in Mainz, das Wesen der Fasnacht zu ergründen, sagt Hansen. „Auch wir Nordfriesen können feiern“, so die Schriftstellerin, „aber irgendwie sind wir dabei doch ein bisschen zugeknöpfter.“

Wasser sei dabei immer gut, so die Schriftstellerin mit Blick auf ihre schriftstellerischen Sujets, „aber es muss nicht immer die Nordsee sein“. Die „Lieblichkeit von Mainz“ und der Landschaft am Rhein tue ihr gut. Ohnehin habe sie sich immer gefragt, warum es alle Menschen ans Meer ziehe, das, wie gerade die Nordsee zeige, auch ein sehr lebensfeindliches Element sein könne.

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