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Vor einer Woche starb Adam Zagajewski. 1979 hatte er Polen verlassen. Die Kommunisten hatten ihm ein Berufsverbot verpasst. Zwei Jahre später verhängten sie das Kriegsrecht, um die Demokratiebewegung und die Gewerkschaft Solidarność zu zerschlagen. Kein guter Ort für einen Dichter. So lebte Zagajewski lange in Paris, dann in Houston, schließlich in Chicago. 2002 kehrte er nach Polen zurück. Er verstarb im Alter von 75 Jahren in Krakau.

„Ein Gedicht sollte besser enden als das Leben“, schrieb Adam Zagajewski einmal. So ein Gedicht ist „Beim Schwänzen“. Es ist dem Band „Asymmetrie“ (2017) entnommen. Hören Sie das Gedicht hier – eingebettet in eine Moderation.

SWR2 lesenswert Magazin Erloschene und Erlöste – Neue Bücher von Handke, Ransmayr, Fang Fang

Redaktion und Moderation: Katharina Borchardt

Mit neuen Büchern von Peter Handke, Christoph Ransmayr, Fang Fang, Kai Vogelsang, Chisako Wakatake und Adam Zagajewski.  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Gedichte und ihre Geschichte „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“, von Adam Zagajewski

Der polnische Schriftsteller Adam Zagajewski galt als einer der wichtigsten Lyriker seiner Zeit und als heißer Anwärter für den Literaturnobelpreis, den er aber nie bekommen hat. Am 21. März starb er im Alter von 75 Jahren in Krakau. Weltweit berühmt wurde er mit einem Gedicht, das nach den Terroranschlägen vom 11. September in verschiedenen Zeitungen abgedruckt wurde - geschrieben hatte es Zagajewski allerdings bereits davor. Es trägt in der deutschen Übersetzung den Titel „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“. Kerstin Bachtler über Adam Zagajewski und sein Gedicht, das vielen New Yorkern Trost spendete.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

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