Literatur Norbert Scheuer und sein Roman „Winterbienen”

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23:00 Uhr
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SWR Fernsehen

Norbert Scheuer erschafft in seinem Buch „Winterbienen” Bilder des Lebens mitten im Schrecken des Zweiten Weltkriegs und ist nominiert für den „Deutschen Buchpreis”. Ein Besuch bei dem Schriftsteller in der Nordeifel.

1944: Während die Front von Westen her immer näher an die Eifel rückt, gerät Egidius Arimond - der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtauglich ist - in höchste Gefahr: Nicht nur bringt er als Fluchthelfer jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die Grenze nach Belgien, er verstrickt sich auch in Frauengeschichten.

Während die Bomben auch auf die Eifel zu fallen beginnen, werden die Flüchtlingsfahrten immer riskanter und immer seltener. Arimond geht das Geld aus, und damit fehlen ihm die Medikamente, die er zum Überleben braucht. Seine Anfälle häufen sich. Schließlich verschwimmt der deutsche Untergang in Arimonds Epilepsie - und wirkt bald wie das Anfallsleiden eines ganzen Volkes. Ein „Grand Mal“ am Ende des Naziwahns.

Norbert Scheuers anspielungsreicher und vielschichtiger Roman „Winterbienen“ ist einer der Favoriten für den Deutschen Buchpreis 2019. Kunscht! besucht den Schriftsteller in der Eifel.

Norbert Scheuer: Winterbienen (Foto: C.H. Beck)
Norbert Scheuer: Winterbienen C.H. Beck
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