Literatur Plagiate, aber auch eigene Gedanken: Der Fall Cornelia Koppetsch

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Sendedatum
Sendezeit
18:40 Uhr
Sender
SWR2

Die Plagiatsaffäre um das Buch „Die Gesellschaft des Zorns“ von Cornelia Koppetsch geht in die nächste Runde: Jetzt hat ihr Verlag das Werk aus dem Handel genommen, verspricht jedoch eine korrigierte Neuauflage. Aus Sicht von SWR-Literaturchef Frank Hertweck ein richtiger Schritt, da das Buch trotz Plagiaten im Kern eine eigenständige Leistung darstelle.

Ignorieren ließen sich die Vorwürfe nach dem Eklat beim Bayerischen Buchpreis nicht mehr, so Hertweck, der Verlag habe insofern keinen großen Handlungsspielraum. Bei einer Neuauflage sollte auf jeden Fall eine Einordnung des korrigierten Werks im Kontext in einem Vorwort stattfinden.

Für Herweck bleibt jedoch zentral, dass Koppetschs Buch über eine eigenständige Fragestellung und eigene Gedankengänge verfügt. Diese würden durch die „schludrige“ Arbeitsweise nur bedingt in Frage gestellt.

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