Literatur „Federball“ – der neue Roman von John le Carré

AUTOR/IN
Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

John le Carré hat einen irischen Pass beantragt, um nach einem Brexit EU-Bürger bleiben zu können. In seinem neuen Roman „Federball“ geht es auch um den Brexit. Aber vor allem ist es wieder ein spannender Kriminalroman mit der subtilen Personenzeichnung, die man von diesem Autor kennt.

Squash ist Mord und Totschlag. Badminton ist List, Geduld, Tempo und eine unmögliche Aufholjagd.

John le Carré: Federball

Der alternde Agentenführer Nat wird herausgefordert

„Federball“, der neue John le Carré, ist eine Liebeserklärung an diesen Sport. Ein ziemlich schroffer junger Mann namens Ed, der sich als Rechercheur bezeichnet, fordert in Südlondon den Clubmeister heraus, den alternden Agentenführer Nat.

Mit viel Liebe zum Detail widmet sich John le Carré seinen Figuren, die vor allem Menschen sind und dann erst Akteure. Le Carré schreibt lakonisch, ironisch, witzig und auch anrührend – der alte Meister braucht keine Action, um die Spannung subtil zu steigern.

Neben Badminton geht es in „Federball“ auch um den Brexit. „Ich bin alarmiert durch das Anwachsen des Nationalismus, der etwas anderes ist als Patriotismus. Für Nationalismus braucht man Feinde, für Patriotismus nur die eigene Überzeugung“, sagt John le Carré.

Ein vielleicht altmodischer, aber zugleich brandaktueller Roman

„Federball“ ist vielleicht ein altmodisches, aber zugleich brandaktuelles Buch – und hoffentlich nicht der letzte John le Carré.

AUTOR/IN
STAND