Gespräch Frank Hertweck: Doppelter Literaturnobelpreis ist Geschichtsklitterung

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6:00 Uhr
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SWR2

Für SWR Literaturchef Frank Hertweck ist es keine gute Entscheidung, 2019 gleich zwei Literaturnobelpreise zu vergeben. Damit werde „eine Art profilaktische Geschichtsklitterung“ betrieben. Man hätte sich vielmehr der Krise stellen und sie in den Annalen verzeichnen müssen.

Reformen richtig, aber nicht radikal genug

Die Reformen wie die einfachere Neubesetzung gingen in die richtige Richtung, hätten aber auch radikaler ausfallen können. So hätte man etwa auch Literaturnobelpreisträger mit hinzuziehen können.

Schwerer Imageschaden für die Akademie bleibt

Insgesamt bleibe ein schwerer Imageschaden, auch weil es keine Selbstheilungskräfte in der Akademie gegeben hätte, sondern der König von außen eingreifen musste.

„Sehr korrekte Entscheidung“ erwartet

Für die Verleihung 2019 erwartet Frank Hertweck eine „sehr korrekte Entscheidung“, etwa eine Frau und ein Mann. Bei den englischen Wettbüros läge beispielsweise Anne Carson aus Kanada vorne.

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