Literatur Sebastião Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der brasilianische Fotograf und Fotoreporter Sebastião Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019.

Kommentar von Frank Hertweck

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Berühmt wurde Sebastião Salgado mit schwarz-weißen Aufnahmen aus afrikanischen Flüchtlingscamps, von Arbeitern in brasilianischen Goldminen oder von brennenden Ölquellen. Vor allem benachteiligte Menschen standen lange im Fokus seiner Arbeiten, zunehmend aber auch die Erde und die Natur.

Sebastião Salgado: Fotographie eines Elefanten in Sambia (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk - Sebastiao Salgado)
Sebastião Salgado: Fotographie eines Elefanten in Sambia dpa Bildfunk - Sebastiao Salgado


Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gehört zu den bedeutendsten Kulturauszeichnungen der Bundesrepublik. Der mit 25.000 Euro verbundene Preis geht dem Statut zufolge an Persönlichkeiten, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen“ haben.

Mit dem Preis wurden seit 1950 Schriftsteller, Philosophen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland geehrt. Darunter sind die Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse, Mario Vargas Llosa und Orhan Pamuk. Im vergangenen Jahr erhielten die Heidelberger Kulturwissenschaftler Jan und Aleida Assmann den Friedenspreis.

Die Verleihung findet immer am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt.

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