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60 Jahre Perry Rhodan: Galaktischer Held auf Friedensmission

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Am 8. September vor 60 Jahren erschien das erste Heft der Science-Fiction-Serie mit Perry Rhodan, dem Weltraumpionier und Kämpfer für den intergalaktischen Frieden. ,,1961 war die Sehnsucht in Mitteleuropa groß nach eskapistischer Literatur, mit dem Grundgedanken, die Menschheit friedlich zu vereinen", sagt Klaus Frick, Chefredakteur der Rhodan-Serie. Denn : ,,Kurz zuvor begann der Mauerbau und Deutschland lag zum Teil noch in Trümmern. 1961 setzten sich zwei Autoren hin und erzählten davon, dass jemand die Menschheit friedlich vereinigt, das muss für den Leser damals ein positiver Schlag gewesen sein".

Perry Thodan - 3000 Abenteuer (Foto: SWR, SWR - Silke Arning)
Christian Montillion, einer der beiden Autoren des 3000. Perry Rhodan Heftes, mit seinem Protagonisten. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Am 15.2.2019 erschien die Jubiläumsausgabe von Perry Rhodan – Heft Nr. 3000 "Mythos Erde". SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Am 8. September 1961 startete die Saga vom Retter der Galaxis. "Unternehmen Stardust" hieß das erste Perry Rhodan-Heft. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Auszug aus dem ersten Heft "Unternehmen Stardust". SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Heft Nr. 4 "Götterdämmerung" ist bereits in 2. Auflage erschienen und war auch in Österreich, Schweiz, Italien und Luxemburg erhältlich. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Heft Nr. 11 "Mutanten im Einsatz" SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Heft Nr. 12 "Das Geheimnis der Zeitgruft" SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Perry Rhodans Geschichten wurden in viele Sprachen übersetzt. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Perry Rhodan ist nicht nur als wöchentlicher Comic erschienen, sondern auch als gebundener Roman mit 400 Seiten. In der Mitte das Buch "Der Ritter der Tiefe" von November 2018. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen
Lebensgroß und fast in echt: Perry Rhodan, der Held der Science-Fiction-Reihe, neben Chefredakteur Klaus N. Frick. SWR - Silke Arning Bild in Detailansicht öffnen

Sogar die Wissenschaft interessiere sich für die Rhodan-Serie, denn man könne mit ihr die Geschichte der Bundesrepublik erzählen, so Frick weiter. ,,Die Serie hat immer das aufgegriffen, was rund um sie los war : In den 60ern den kalten Krieg, in den 70ern wurde die Serie fast schon esoterisch, in den 80ern kamen die Umweltthemen ganz groß raus".

Die Leser kämen aus der Mitte der Gesellschaft, so Frick. Im Schnitt ist der Perry-Rhodan-Leser um die 50 Jahre alt, zu 80 % männlich und oft mit einem technisch-wissenschaftlichen Hintergrund. Die Reihe erscheint bis jetzt wöchentlich.

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