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„Zuerst die Stadt, dann das Haus“: Architekt Arno Lederer ist tot

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Christian Batzlen

„Arno Lederer konnte sich zwischen zeitgenössischer Architektur und historischem Kontext bewegen“, sagt Liza Heilmeyer. Der vielfach preisgekrönte Stuttgarter Architekt ist im Alter von 75 Jahren verstorben.

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Architektur für die Allgemeinheit 

,,Er war unheimlich geistreich und witzig und betrachtete alle immer mit Respekt und auf Augenhöhe”, weiß die Landesvorsitzende vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten.

Er kreierte eine Architektur, die den menschlichen Bedürfnissen entgegenkommen sollte. „Häuser für die Allgemeinheit, für den öffentlichen Raum”. 

Gebäude als Gemeinschaft mit dem Stadtraum

Arno Lederer war bis 2014 Professor am Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart und seine ehemalige Fakultät schreibt: „In der Vermittlung seiner Haltung war er konsequent, im Ton aber immer freundlich und zugewandt“. 

Er entwarf unter anderem das Historische Museum in Frankfurt, das Hessische Staatstheater in Darmstadt, das Kunstmuseum Ravensburg sowie das Münchner Volkstheater oder der Hospitalhof in Stuttgart. Dieser sei ein gutes Beispiel für Lederers Vision eines Gebäudes, das nicht als Solitär entsteht, sondern „das eine Gemeinschaft mit den umliegenden Gebäuden und mit dem Stadtraum erzeugt“, sagt Heilmeyer.

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#Kulturfrauen Jórunn Ragnarsdóttir: Die Isländerin macht menschenfreundliche Architektur

Wer Architektur entwirft, sollte Städte zu einem besseren Ort machen — das ist das Credo der isländischen Architektin Jórunn Ragnarsdóttir. Seit 35 Jahren prägt sie die Arbeit des erfolgreichen Stuttgarter Büros Lederer+Ragnarsdóttir+Oei (LRO) entscheidend mit.

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