Holocaust

Zu spät? Die letzten NS-Prozesse und die mangelhafte Aufarbeitung der NS-Verbrechen

STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (3,3 MB | MP3)

Die deutsche Justiz hat die NS-Verbrechen ignoriert und aktiv hintertrieben, sagt Anwalt Mehmet Daimagüler, der in Prozessen oft Opfer rechter Gewalt vertritt. Er kritisiert in seinem Buch „Das rechte Recht“, dass NS-Verbrecher nach dem Krieg häufig ohne Gerichtsverfahren weiterlebten oder amnestiert wurden. Die letzten NS-Prozesse seien für die Überlebenden und ihre Angehörigen wichtig, so Daimagüler, denn in Zeiten eines wachsenden Rassismus und Antisemitismus werde noch einmal dokumentiert, was geschehen ist.

Vor 77 Jahren wurde Auschwitz befreit Holocaust-Gedenktag 2022: Erinnerung darf nicht zum Ritual werden

Juden und Jüdinnen, Sinti*ze und Rom*nja, Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranke fielen der grausamen NS-Vernichtungspolitik zum Opfer. Auch Homosexuelle, Zeugen Jehovahs und sogenannte Asoziale und Berufsverbrecher wurden von den Nazis systematisch verfolgt, gequält und ermordet. Ihrer und aller anderen Opfer der Nationalsozialisten – darunter auch politische Gefangene, Zwangsarbeiter*innen und Widerstandskämpfer*innen – wird seit 1996 am 27. Januar in Deutschland gedacht. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Seit 2005 ist er auch weltweit Gedenktag der Opfer des Holocaust.  mehr...

Archivradio-Gespräch Adolf Eichmann in Jerusalem (1/2) – Der Massenmörder vor Gericht

Adolf Eichmann lässt als SS-Obersturmbannführer Millionen Juden deportieren. Nach dem Krieg taucht er unter. Mossad-Agenten fassen ihn 1960 in Argentinien. In Israel wird er 1961 zum Tod verurteilt.  mehr...

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2

Rechte Killer — Vom Fall Erzberger zum Fall Lübcke

„Sprechen wir über Mord“ erinnert an zwei denkwürdige politische Attentate von rechts. Den Morden an Matthias Erzberger und Walter Lübcke gingen jahrelange Hetzkampagnen voraus. Über Hintergründe, Zusammenhänge und Kontinuitäten rechter Gewalt diskutieren Thomas Fischer und Holger Schmidt mit Wolfgang Zimmermann vom Generallandesarchiv Karlsruhe und der Gerichtsreporterin Heike Borufka.  mehr...

STAND
AUTOR/IN