Wort der Woche

Wutwinter - erklärt von Bernhard Pörksen

STAND
INTERVIEW
Marie-Christine Werner

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Im Sommer 2022 gingen zehntausende Demonstranten auf die Straße, schnell machte der Begriff vom „heißen Herbst“ die Runde, den Die Linke ausgerufen hatte und den sich rechte Kreise fortan zunutze machten. Noch im September befürchtete man wegen steigender Preise, der Energiekrise und einer Verunsicherung durch die Kriegssituation massive Protestreaktionen über einen längeren Zeitraum. Das pessimistische Angstwort „Wutwinter“ - zugleich ein Mobilisierungsbegriff auf Twitter - war schnell in aller Munde. Doch die Protestwelle blieb weitgehend aus. Statt des „Wutwinters“ zeigt sich bislang ein Winter der Solidarität. Viele wollen den Menschen in der Ukraine helfen, indem sie ihre eigenen Ansprüche zurückschrauben. Dennoch: Dass es mit der Wut vieler Bürgerinnen und Bürger zukünftig ein Ende haben könnte, damit rechnet der Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen keineswegs.

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Marie-Christine Werner