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Andere hätten längst vorgemacht, wie eine wirkungsvolle Finanzaufsicht aussehen müsse, so der Frankfurter Anwalt und Bankenexperte Wieslaw Jurczenko zum Skandal um den Finanz-Dienstleister Wirecard. So hätten die USA ihre Finanzmarktgesetze nach dem Enron-Skandal erheblich verschärft. Seitdem habe es dort einen Finanzskandal wie den um Wirecard nicht mehr gegeben. Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals sei mit weiteren Überraschungen noch zu rechnen, ist Jurczenko überzeugt.

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Erforderlich sei jetzt eine erhebliche Stärkung der deutschen Finanzaufsicht der BaFin, zumal viele Staatsanwaltschaften personell nicht ausreichend ausgestattet seien, um Finanzbetrügereien wie bei dem Münchner Konzern auf die Spur zu kommen. Skandale wie um Wirecard gefährdeten das Vertrauen in die deutschen Finanzmärkte. Das könne auch deutschen Unternehmen bei ausländischen Anlegern erheblichen Schaden zufügen.

Tagesgespräch CDU-Finanzpolitiker sieht im Wirecard-Skandal auch Justizministerin Lambrecht in der Auskunftspflicht

Der CDU-Berichterstatter zum Wirecard-Skandal, Matthias Hauer, erwartet bei der Befragung der beiden Minister Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU) im Finanzausschuss heute insbesondere von Scholz eine lückenlose und detaillierte Aufklärung. Danach sei nicht das Bundeskanzleramt, sondern Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) die nächste Ansprechpartnerin. Schließlich habe sie den Vertrag mit dem zuständigen Bilanzprüfungsunternehmen geschlossen, sagte Hauer im SWR.  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Diskussion Was folgt auf den Börsenskandal um Wirecard?

Es diskutieren: Melanie Bergermann - Journalistin, Ressortleiterin bei der „Wirtschaftswoche“, Dr. Christine Bortenlänger - Geschäftsführender Vorstand beim Deutschen Aktieninstitut, Mark Schieritz - Wirtschaftspolitischer Korrespondent der Wochenzeitung „Die ZEIT“, Moderation: Geli Hensolt  mehr...

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Forschung Whistleblower in der Wissenschaft

Daten fälschen, Experimente erfinden – Betrüger gibt es auch in der Forschung. Wer sie entlarvt, gilt gern als Nestbeschmutzer. Einen Schutz der Whistleblower kennt die Wissenschaft nicht. Von Christine Westerhaus.  mehr...

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