STAND

Doris Maull diskutiert mit  
Alice Hasters, Journalistin und Autorin
Prof. Dr. Andreas Rödder, Historiker, Universität Mainz 
Prof. Dr. Bernd Stegemann, Dramaturg und Autor   

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Schwarz, feministisch, queer - immer mehr Menschen betonen ihre Gruppenidentität. Und beklagen Diskriminierung. Aber, wer abgrenzt, spaltet. 

Bedrohen die identitätspolitischen Grabenkämpfe die Demokratie?

Mehr von Alice Hasters

Zeitgenossen Alice Hasters: Alltagsrassismus besteht aus Mikro-Aggressionen

„Rassismus wird man nicht los, nur weil man behauptet, nicht rassistisch zu sein“, sagt die Journalistin und Podcasterin Alice Hasters. Als Schwarze Frau in Deutschland hat die gebürtige Kölnerin diverse Erfahrungen mit Alltagsrassismus gemacht - und darüber geschrieben und gesprochen.  mehr...

SWR2 Zeitgenossen SWR2

Hörbuch Unbequem: Alice Hasters über Rassismus

Über Rassismus redet niemand gerne – auch nicht die, die es betrifft. Aber nun ist Schluss mit Schweigen und Alice Hasters hat Einiges zu erzählen: Von der unbedachten Frage bis zur absichtlichen Demütigung ist alles dabei. Schonungslos, und sachlich liest sie ihre eigene Geschichte. Ein Hörbuch, das berührt, Fragen aufwirft und vor allem klarmacht: Wir haben ein Rassismus-Problem. Das kann nach diesem Hörbuch niemand mehr leugnen.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Gespräch Alice Hasters über Die letzte Instanz: Vier Weiße reden über Rassimus und die Redaktion hielt das nicht für ein No Go?

Wie kann eine Talkshow auf die Idee kommen, nur mit weißen Menschen über Alltagsrassismus zu sprechen? Lange Zeit sei das die Norm innerhalb der deutschen Medienlandschaft gewesen, sagt Alice Hasters in SWR2. Betroffene einzuladen sei dagegen eine neue Entwicklung, vielerorts fehle es noch immer an der notwendigen Sensibilität. „Die meisten Menschen glauben, dass sie eine antirassistische Haltung erst einnehmen müssen, wenn Gegenwind kommt. Aber wenn es keiner korrigiert, dann wird immer weiter gemacht“, so Hasters.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Zu "Cancel Culture"

Kommentar „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ beklagt „Cancel Culture“: Sehnsucht nach alten, gesicherten Räumen

70 deutschsprachige Forscher*innen kritisieren, dass an vielen Universitäten ein Klima entstanden sei, in dem abweichende Meinungen nicht mehr toleriert, sondern „an den Rand gedrängt und moralisch sanktioniert“ würden. In dem Ausdruck der „bürgerlichen Sterneküche“, den der Mainzer Historiker und Netzwerkmitglied Andreas Rödder für die Debattenkultur verwende, komme eine Sehnsucht nach „sicheren Räumen“ und dem Ungestörtsein der bürgerlichen, männlich dominierten Wissenschaft“ zum Ausdruck, meint SWR2 Redakteur Max Bauer.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Verlag S. Fischer trennt sich von Monika Maron: Keine „Cancel Culture“, sondern Transparenz

Nach fast 40 Jahren der Zusammenarbeit trennt sich der S.Fischer-Verlag von der Autorin Monika Maron. Das sei jedoch kein Fall von „Cancel Culture“, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Schon deshalb nicht, weil der Verlag deutlich gemacht habe, dass die bei S. Fischer von Monika Maron veröffentlichten Bücher auch weiterhin erhältlich sein sollten.
Ebenso klar habe das Verlagshaus aber kommuniziert, dass man mit anderweitigen Publikationstätigkeiten von Maron nichts zu tun haben wolle. So hatte Maron in der Reihe „Exil“ einen Essayband in der Edition Buchhaus Loschwitz veröffentlicht. Man könne nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiere, hatte es dazu vonseiten des S. Fischer Verlags geheißen.
Hinter dem Antaios-Verlag steht Götz Kubitschek. Der Verleger gilt als Theoretiker und Publizist der Neuen Rechten. Wegen ihrer islamkritischen Äußerungen und ihren politischen Positionen, die wahlweise als konservativ oder als rechts bezeichnet werden, steht die Schriftstellerin immer wieder in der Kritik.
Ungeachtet dessen gehöre Monika Maron zu den wichtigsten literarischen Stimmen in Deutschland, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Bei allen Stärken hätten ihre letzten Bücher aber auch Schwächen gehabt, zum Beispiel wenn sie Ressentiments allzu ungebrochen dargestellt habe. Dennoch sei sie eine so prominente Autorin, dass sie sicher einen neuen Verlag bekommen werde. Es bleibe nur zu hoffen, dass es sich nicht um den Antaios Verlag handeln werde.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch PEN-Präsidentin: Absage von Lisa Eckhart beim Hamburger Harbourfront Literaturfestival verständlich

Nachdem sie zuvor ausgeladen und dann doch wieder eingeladen worden war zum Hamburger Harbourfront Literaturfestival, hat die österreichische Kabarettistin ihren Auftritt dort abgesagt. Auch wenn die Kritik in diesem Fall aus „dem eigenen Lager“ kam, stellt sich PEN-Präsidentin Regula Venske vor die Kabarettistin Lisa Eckhart. Venske im Gespräch mit SWR2: „Menschen, die zu anderen Mitteln greifen wollen als zur gepflegten Debatte, darf man nicht nachgeben.“  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Debatten im Feuilleton

Gesellschaft #actout: Warum 185 Schauspieler*innen aus Film und Fernsehen jetzt gemeinsam ihr Coming-Out feiern

Ulrich Matthes ist dabei, Maren Kroymann und Ulrike Folkerts: 185 Schauspieler*innen aus Film, TV und Theater haben gemeinsam ihr Coming-out bekannt gegeben. Im Magazin der Süddeutschen Zeitung sowie auf Instagram und Twitter unter dem Hashtag #actout bekennen sie sich erstmals offen als lesbisch, schwul, bi, trans, queer, inter oder non-binär. Sie stoßen eine überfällige Debatte an.  mehr...

Kulturmedienschau Vier weiße Freunde finden Rassismusdebatte „nervig“ – Shitstorm für Talkshow #DieletzteInstanz | 1.2.2021

Die WDR Talk-Show „Die letzte Instanz“, moderiert von Steffen Hallaschka, sorgte mit der am 29. Januar 2021 ausgestrahlten Sendung für eine große Kontroverse in den sozialen Medien. Die geladenen Gäste aus dem Show-Business — darunter keine von Rassismus Betroffenen, keine People of Color — diskutierten recht einhellig am Beispiel der sogenannten „Zigeunersoße“, wie sehr politische Korrektheit ihrer Ansicht nach überzogen wird. Inzwischen entschuldigten sich sowohl der Sender als auch einige der Beteiligten.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch „Unbequem, sich dem eigenen Rassismus zu stellen“: Sharon Dodua Otoo hält Klagenfurter Rede zur Literatur 2020

„Ich wundere mich, dass der Literaturbetrieb nicht offener ist“, sagt die Autorin Sharon Dodua Otoo in SWR2. In ihrer Rede zur Literatur beim Bachmann-Wettbewerb 2020 mit dem Titel „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“ setzt sich die Autorin mit der Erfahrung von Schwarzen Menschen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander.  mehr...

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