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Eine öffentliche Debatte um die NS-Vergangenheit von Mitgliedern des Hauses Hohenzollern kann nicht verhindert werden, glaubt der Historiker Prof. Eckart Conze, Spezialist für die Geschichte von Adelshäusern. In mehr als 100 Fällen habe das Haus Hohenzollern mittlerweile juristische Verfahren gegen Historikerinnen und Historiker, die sich zu den Hohenzollern äußern, in die Wege geleitet. Zuletzt wurden dem Historiker Winfried Süß vom Landgericht Berlin Äußerungen untersagt.

Dass Kronprinz Wilhelm dem Nationalsozialismus „erheblichen Vorschub geleistet“ habe, wie die juristisch relevante Formel lautet, stehe außer Frage. Die Enteignung nach 1945 sei demnach korrekt und nicht rückgängig zu machen.

Mit juristischen Verfahren gegen Historikerinnen und Historiker versuchen die Hohenzollern seit 2019 Druck aufzubauen für Verhandlungen mit den Bundesländern Brandenburg und Berlin sowie mit der Bundesregierung über eine Entschädigung und über Besitzrechte an Kunst- und Kulturobjekten, so Eckart Conze in SWR2.

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