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Winnetou lebt nicht mehr – Kendall Old Elk wehrt sich gegen Indianer-Klischees

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Bild: Peter Pfeiffer

Er trägt Zöpfe und zu rituellen Anlässen Federschmuck. Das darf nicht jeder. "Wir sind keine Maskottchen und unsere Kultur ist keine Kostümparty."

Kendall Old Elk, einer der wenigen Native Americans in Deutschland, lebt mit seiner Familie seit vielen Jahren in Brandenburg, wo er in einer Westernstadt arbeitet. Seine Tochter macht eine Ausbildung als Zahnarzthelferin.

Der 54-Jährige hat nichts dagegen, Indianer genannt zu werden, ein "Hugh" als Begrüßung ist für ihn jedoch rassistisch und respektlos.

Autor Lorenz Schröter, als Kind Karl-May Fan, hat die Familie im Städtchen Templin besucht.

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Dokumentarfilm „Rottet die Bestien aus“: Raoul Pecks spektakuläre Reise ins finstere Herz des Kolonialismus

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