Konstanz Wilhelm Kleissle: Benutzte Windeln täuschten Grenzbeamte

Stolperstein im Ackertorweg 10

Wilhelm Kleissle war Zeuge Jehovas. Er schmuggelte religiöse Drucksachen aus der Schweiz nach Deutschland. Dabei halfen ihm seine Frau und auch seine älteste Tochter Anna. Zur Tarnung benutzten sie oft einen Kinderwagen.

Kurzbiografie:

Wilhelm Kleissle (*19.12.1889) war Friseur und Schreiner und arbeitete oft auch in der Schweiz.

1923 wurde er bei den Zeugen Jehovas getauft. Gemeinsam mit seiner Frau und seiner ältesten Tochter Anna schmuggelte er religiöse Schriften aus der Schweiz nach Deutschland. Dazu benutzten sie oft einen Kinderwagen.

Im März 1937 wurde Wilhelm Kleissle verhaftet. Er wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Danach behielt ihn die Gestapo in so genannter "Schutzhaft" und überführte ihn 1939 zunächst ins KZ Dachau, anschließend ins KZ Mauthausen.

Dort starb er am 23. April 1940 im Alter von 50 Jahren.

Foto von der Familie Kleissle mit Kinderwagen (Foto: Privat -)
Familie Kleissle mit Kinderwagen Privat -
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