SWR2 Forum Eine aufgeklärte Entscheidung

Wie soll man über Abtreibung informieren?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Ulrike Lembke, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt Universität zu Berlin
Friedrich Stapf, Gynäkologe, München
Rita Waschbüsch, Bundesvorsitzende beim katholischen Schwangerenberatungsverein Donum Vitae
Gesprächsleitung: Doris Maull

Dauer

Es ist ein politischer Kompromiss in einer existenziellen Frage: Die Große Koalition will das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche lockern. Im Internet dürfen Ärzte in Zukunft darüber informieren, dass sie Abtreibungen durchführen - Details dazu, wie sie das tun, bleiben verboten.

Die Reform des Paragrafen 219a, auf die sich Union und SPD geeinigt haben, soll es Frauen erleichtern, schnell Hilfe zu bekommen. Kritikerinnen sprechen von "Augenwischerei" und bemängeln, dass den Betroffenen weiterhin wichtige Informationen vorenthalten werden, weil sie zu Unrecht als "Werbung" gelten.

Was also bringt die geplante Änderung wirklich? Was müssen Frauen wissen, um entscheiden zu können, ob sie ihr Kind abtreiben lassen wollen oder nicht? Und warum sind die ideologischen Gräben beim Thema "Abtreibung" nach wie vor so tief?

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