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So wie wir den politischen Aschermittwoch von der CSU kennen, so könne er dieses Jahr nicht funktionieren, sagt in SWR2 der Politikwissenschaftler Michael Weigl: „Der politische Aschermittwoch funktioniert ja gerade dadurch, dass die Getreuesten der Partei im Publikum sitzen und ihre Zustimmung zum Ausdruck geben. All das wird nicht da sein“.

CDU-Vorsitzender Armin Laschet als "Stargast" eingeladen

Das alljährliche Spektakel aus populistischen Reden und Bierdunst muss in diesem Jahr einer „Studioproduktion“ weichen, ohne Publikum vor Ort. Damit wird dieser Aschermittwoch zu einer „doppelten Premiere“: Die CSU hat den neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet als Stargast eingeladen.

Eine Seltenheit seien Gäste beim politischen Aschermittwoch, so Weigl, gerade Gäste aus der CDU: „Das ist der Tag, an dem sich der Parteivorsitzende, also Markus Söder, inszenieren kann“. Jetzt wolle man im Vorfeld der Bundestagwahl ein Bild der Geschlossenheit rausbringen und zeigen, dass die Zeiten, in denen sich CDU und CSU gestritten haben, vorbei seien.

Michael Weigl ist Politikwissenschaftler und akademischer Beamter an der Universität Passau. Zuvor war er Assistent von Werner Weidenfeld und leitete die Forschungsgruppe Deutschland am Centrum für angewandte Politikforschung in München.

SWR Aktuell Albrecht von Lucke zum Politischen Aschermittwoch: ohne Bierzelt, trotzdem spannend

Der klassische, politische Aschermittwoch fällt genau so aus, wie die klassische Fastnacht – niemand kann sich eng ins Bierzelt hocken, um süffigen Reden zu lauschen. Wenn es überhaupt Veranstaltungen gibt, dann online. Das ist nicht dasselbe, meint der Politikwissenschaftler und Redakteur bei den Blättern für deutsche und internationale Politik, Albrecht von Lucke, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll. Trotzdem könnte es interessant werden – zum Beispiel, wenn sich die Ministerpräsidenten von Bayern und von Nordrhein-Westfalen, Markus Söder und Armin Laschet, auf der virtuellen Bühne begegnen.  mehr...

Gespräch Herausforderung für CDU-Chef Laschet: Die „Affenliebe“ des neoliberalen Flügels für Friedrich Merz

Die Wahl von Armin Laschet zum CDU-Vorsitzenden stärke die Wahrscheinlichkeit, dass CSU-Chef Markus Söder Kanzlerkandidat der Union wird – im Gespräch mit SWR2 weist der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke auf Laschets niedrige Umfragewerte im Zusammenhang mit dessen Corona-Politik hin und meint: „Von den enorm schlechten Werten wird er nicht wegkommen; er ist Vorsitzender geworden, aber er wird nicht Kanzlerkandidat werden“. Ob die bevorstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im März großen Einfluss auf die Entscheidung haben, bezweifelt Lucke, der Redakteur bei den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ ist.
Den Auftritt des unterlegenen Kandidaten beim digitalen CDU-Parteitag am Samstag wertet Lucke als Fall von „Narzissmus“: „Allein die Vorstellung, man wird nach einer zweiten krachenden Niederlage Wirtschaftsminister ist grotesk.“  mehr...

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