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Wenn der Muezzin ruft – Gotteslob oder Propaganda?

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Marion Theis diskutiert mit
Sabine Kieven, Integrationsbeauftragte der Stadt Düren
Prof. Dr. Susanne Schröter, Islamwissenschaftlerin, Universität Frankfurt a.M.
Abdassamad El Yazidi, Generalsekretär Zentralrat der Muslime

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Riesenaufregung im katholischen Köln: dort soll demnächst der Muezzin zum Gebet aufrufen. Über dieses Modellprojekt ist eine heftige Debatte entbrannt: Sorgt es für mehr Toleranz und Integration? Oder stärkt es den politischen Islam? Dazu haben Düren, Pegnitz, Bad Schwalbach, Maulbronn und andere deutsche Städte bereits Erfahrungen gesammelt.

Gespräch 10 Jahre „Junge Islamkonferenz“: Leiterin Asmaa Soliman über die Zukunft einer postmigrantischen Gesellschaft

„Der Islam gehört zu Deutschland“ dieser Satz sei immer noch umstritten. Die Akzeptanz sei immer noch nicht ganz da, aber die Selbstverständlichkeit, mit der der Satz ausgesprochen werde, habe zugenommen, so Asmaa Soliman, die Leiterin der „Jungen Islamkonferenz“.
Der Islam werde bisweilen immer noch als fremd angesehen. Islamfeindliche Angriffe habe leider nicht abgenommen, sondern eher zugenommen. Seit dem rechten Terror von Hanau sei klar geworden, dass die Bedrohung von rechts zum Alltag von jedem gehöre, der einen muslimischen Background hat. Auch der Rassismus im Alltag sei weiter spürbar, sagt Asmaa Soliman, ob an der Supermarktkasse, bei der Job-Suche oder an der Bushaltestelle, wenn man einen rassistischen Satz höre. Das mache Muslim*innen und anderen Minderheiten das Leben in Deutschland immer noch schwer, betont Asmaa Soliman.
Verbesserte habe sich in den letzten 10 Jahren das Engagement und die Teilhabe muslimischer Menschen. Es gebe beispielsweise inzwischen mehr Muslim*innen im Deutschen Bundestag oder im Journalismus.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

SWR2 Zeitgenossen Ateş, Seyran, Rechtsanwältin

Für Seyran Ateş, Vorkämpferin in Sachen Kopftuchverbot, ist Toleranz gegenüber den Parallelwelten mancher Migranten erklärtermaßen eine Form der Ignoranz. Wegen Morddrohungen tritt die 56-Jährige nur noch mit Personenschutz auf. 2017 hat Seyran Ateş im Berliner Stadtteil Moabit die liberale Ibn-Rushd-Goethe Moschee eröffnet.  mehr...

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