Gespräch

Welthungerhilfe: Not am Horn von Afrika nach Verdopplung der Getreidepreise

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Marie Gediehn

Schon vor dem Krieg in der Ukraine seien die Preise für Lebensmittel hoch gewesen, sagt der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, in SWR2. Nach dem Krieg jedoch seien Preise für Getreide in den Ländern des globalen Südens teilweise um 100 Prozent gestiegen, in einigen Fällen sogar um 120 Prozent.

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Am Horn von Afrika hat es seit vier Jahren nicht geregnet

Hierzulande, bei einer Inflation von acht Prozent, falle es schwer, sich diesen Effekt vorzustellen, erklärt Mogge. Die Menschen dort könnten sich Getreide schlicht nicht mehr leisten. Die Not sei dabei groß. Am Horn von Afrika, in Äthiopien, Uganda, Kenia und Somalia, habe es seit vier Jahren nicht mehr geregnet.

Der Ernährungspakt der Bundesregierung, bei dem 4,5 Milliarden US-Dollar gesammelt worden seien, sei zwar ein gutes, erstes Signal, werde aber nicht ausreichen. Die Hilfsorganisation Welthungerhilfe stellt am 12. Juli ihren Jahresbericht vor.

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