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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
8:07 Uhr
Sender
SWR2

„Wir wissen, dass Migration und Flucht nur möglich sind, wenn Menschen über die nötigen finanziellen Ressourcen, über Geld verfügen“, sagt Migrationsforscher Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück in SWR2. Corona zerstöre Ressourcen und vermindere die Möglichkeit wirtschaftlicher Aktivitäten. Die Folge: "Corona führt zu mehr Armut, und Armut behindert oder verhindert Migration," so Oltmer.

Zwei Tage vor dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni hat der Weltflüchtlingsbericht „Global Trends“ die neusten Zahlen veröffentlicht. Es zeige sich, dass in seiner 70-jährigen Geschichte das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen niemals mehr Vertriebene auf der Welt registriert habe als zum jetzigen Zeitpunkt.

79,5 Millionen Menschen hätten im vergangenen Jahr weltweit fliehen müssen. Das seien fast dreimal so viele Flüchtlinge wie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

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