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2021 wird ein „Superwahljahr“ – mit dem Höhepunkt Ende September, wenn ein neuer Bundestag gewählt wird. Den Auftakt aber macht der Südwesten mit den Wahlen zu den Landesparlamenten in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg. Die Auffassung über die Signalwirkung dieser Landtagswahlen seien sehr unterschiedlich, meint Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim, im Gespräch in SWR2 am Morgen.

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„Die jeweiligen Verlierer werden sagen, das waren spezielle Verhältnisse und die Ergebnisse sind nicht übertragbar. Und die Gewinner werden sagen, das war das Signal: Jetzt haben wir hier gewonnen und als nächstes gewinnen wir dann in Berlin“, meint Brettschneider.

Und das Verrückte sei, beide hätten recht. „Die Landtagswahlen haben immer regionale Eigenheiten. Aber sie sind auch immer geprägt durch die Bundespolitik und sie prägen diese selbst. Sie haben vor allem auch eine Signalwirkung was mögliche Koalitionen im Anschluss an die Wahlen betrifft. Und darum wird es in diesem Jahr sehr stark gehen, wer koaliert mit wem“, so Brettschneider, der über Wählerverhalten anhand von Wahlumfragen forscht.

Welche Rolle spielt es, dass die CDU gleich im Januar einen neuen Parteichef bekommt? Kann die AfD weiterhin ihre Rolle als Partei der Unzufriedenen spielen? Nicht ganz spekulativ ist die Vermutung, dass Deutschland politisch in einem Jahr ganz anders aussehen könnte – angefangen beim Kanzleramt, das Angela Merkel im Herbst verlässt.

Gespräch „Das war so unfassbar langweilig!“: Über die TV-Diskussionsrunde mit den Kandidaten für CDU-Vorsitz

„Ich dachte, ich höre jetzt auf, mich für Politik zu interessieren. Es war so unfassbar langweilig“. sagt Bettina Gaus von der Tageszeitung „taz“ über die TV-Diskussionsrunde der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Es sei eine immens harmlose Diskussion gewesen, die wirklich gar nichts über den gegenwärtigen Zustand der CDU und über die Probleme in der Republik verraten habe.  mehr...

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Sprachwissenschaft Wie die AfD die Sprache im Landtag beeinflusst

Der Ton ist rauer geworden im baden-württembergischen Landtag seit dem Einzug der AfD 2016. Das besagt eine Studie des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache. Zwischenrufe und Beleidigungen haben deutlich zugenommen. Ralf Caspary im Gespräch mit Sprach- und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Heidrun Kämper vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim  mehr...

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