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Wehrhaft mit Wehretat – Was macht die Bundeswehr mit den Milliarden?

STAND

Thomas Ihm diskutiert mit
Prof. Dr. Michael Eßig, Universität der Bundeswehr München
Dr. Hans-Peter Bartels, ehemaliger Wehrbeauftragter des Bundestages
Thomas Wiegold, Fachjournalist

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Dysfunktional und kaputtgespart - die Bundeswehr von heute ist nur sehr eingeschränkt einsatzfähig. Eine Finanzspritze von 100 Milliarden soll den Kriegern wieder auf die Beine helfen.

Außerdem wird der jährliche Wehretat radikal angehoben. Der Krieg in der Ukraine hat für ein Umdenken gesorgt.

Doch wie verkraftet die Armee die Geldschwemme? Wie wird aus Geld Wehrfähigkeit?

Von der Wehrpflicht zur Berufsarmee

Diskussion Wie löst die Bundeswehr ihr Personalproblem?

Es diskutieren: Prof. Dr. Carlo Masala - Universität der Bundeswehr, München, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann - FDP, MdB, Torben Schütz - Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin, Moderation: Thomas Ihm  mehr...

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Diskussion 10 Jahre ohne Wehrpflicht – Erlahmt die Streitkraft?

Vor zehn Jahren beendete der Freiherr von und zu Guttenberg die Wehrpflicht. Es folgte innerhalb nur eines halben Jahres die radikalste Reform der Bundeswehr. Bis heute fragt man sich, ob das richtig war. Wie kommen Demokratie und Armee ohne Wehrpflicht zurecht? Thomas Ihm diskutiert mit Hans-Peter Bartels - ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags, Prof. Dr. Sönke Neitzel - Militärhistoriker, Universität Potsdam, Prof. Dr. Michael Wolffsohn - Historiker und Publizist  mehr...

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Diskussion Armee ohne Idee. Wie wird die Bundeswehr wieder fit?

Es diskutieren: Prof. Dr. Johannes Varwick - Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Halle, Thomas Wiegold - Journalist und Blogger, Berlin, Prof. Dr. Michael Wolffsohn - Historiker und Publizist, München, Moderation - Thomas Ihm  mehr...

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Die Bundeswehr im Auslandseinsatz

Forum Raus aus Mali – Wie sinnvoll sind Auslandseinsätze?

Martin Durm diskutiert mit
Dr. Christian Mölling, Militärexperte der DGAP, Berlin
Bettina Rühl, freie Afrikakorrespondentin, Nairobi
Prof. Dr. Johannes Varwick, Politikwissenschaftler, Universität Halle  mehr...

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Forum Wo bleibt der Respekt? Das Afghanistan-Trauma der deutschen Soldaten

Claus Heinrich diskutiert mit
Oberstabsfeldwebel a. D. Andreas Eggert, Bund Deutscher EinsatzVeteranen e.V.
Dr. Christian Mölling, Forschungsdirektor Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
Dr. med. Ulrike Schmidt, Traumatherapeutin an den Universitäten Bonn und Göttingen  mehr...

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Gespräch Als Soldat in Afghanistan – Wolf Gregis und sein Roman „Sandseele“

Wolf Gregis war als Offizier der Bundeswehr im Einsatz in Afghanistan. „Sandseele“ heißt sein Debütroman, in dem ein ehemaliger Soldat von seiner Vergangenheit eingeholt wird.   mehr...

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Die Bundeswehr im Wandel der Zeiten

Zeitwort 12.11.1955: Die ersten Bundeswehrsoldaten werden verpflichtet

Die Wiederbewaffnung galt nach Kriegsende als politisches Tabu. Als aber der Kalte Krieg zwischen USA und UDSSR voranschritt, entschied sich Bundeskanzler Adenauer für eine Bundeswehr.  mehr...

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20. bis 25.3.1958 Bundeskanzler Adenauer will Atomwaffen: Bundestag debattiert tagelang

20. bis 25.3.1958 | Bundeskanzler Konrad Adenauer strebt in den 1950er-Jahren nicht nur die friedliche Nutzung der Atomenergie an, sondern will auch die Bundeswehr im Rahmen der NATO atomar bewaffnen. Sein Hauptargument ist die mächtige Sowjetunion, der man etwas entgegensetzen müsse.
Die Opposition, vor allem die SPD, ist dagegen; sie plädiert für eine atomwaffenfreie Zone auf dem Gebiet der beiden deutschen Staaten. Eine atomare Aufrüstung dagegen würde eine Wiedervereinigung in weite Ferne rücken.
Die Debatte zieht sich über vier Tage hin. Wir hören Ausschnitte. Zunächst Bundeskanzler Konrad Adenauer, der wie auch schon in früheren Reden die Atombombe als Weiterentwicklung der bisherigen Waffensysteme darstellt. Es folgen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU), dann Fritz Erler (SPD), der mit einer Anspielung auf Goebbels‘ „totalen Krieg“ die Unionsabgeordneten dazu veranlasst, empört den Saal zu verlassen.
Anschließend hören wir Reinhold Maier (FDP), gefolgt von zwei weiteren SPD-Abgeordneten, nämlich Helmut Schmidt – dem späteren Bundeskanzler – sowie Gustav Heinemann – dem späteren Bundespräsidenten.
Am Schluss die einzige weibliche Stimme in der Debatte: Luise Rehling (CDU). Sie erklärt, für die Frauen und Mütter zu sprechen.
Nach der emotionalen Debatte stimmt der Bundestag mehrheitlich der atomaren Ausrüstung der Bundeswehr im Rahmen der NATO zu. Die SPD kündigt daraufhin an, sie werde eine Volksbefragung initiieren, da Atomwaffen zu einem nationalen Notstand führen würden. Den Anfang machen Hamburg und Bremen, die tatsächlich Volksbefragungen über die atomare Bewaffnung einleiten. Doch dazu kommt es nicht: Das Bundesverfassungsgericht hält die Befragungen für verfassungswidrig und stoppt sie.
Adenauer setzt sich somit durch, allerdings bleiben die in der Bundesrepublik stationierten Atomwaffen unter der Kontrolle der Vereinigten Staaten – nicht der Bundeswehr. | Kernenergie  mehr...

27.10.1962 „Bedingt abwehrbereit“: Beginn der Spiegel-Affäre

27.10.1962 | Am Abend des 26. Oktober 1962 besetzte die Polizei Redaktionsräume des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ im Hamburger Pressehaus. Vorausgegangen waren Berichte des „Spiegel“, die sehr kritisch gegenüber der Politik von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) waren. Insbesondere der Artikel, der am 10. Oktober 1962 unter der Überschrift „Bedingt abwehrbereit“ erschienen war.
Der Artikel kam zu dem Ergebnis, dass die Verteidigungsstrategie der Bundeswehr im Fall eines sowjetischen Angriffs nicht funktionieren würde. Die Bundeswehr sei dafür zu schlecht ausgestattet.
Diesen Artikel und die darin enthaltenen Details betrachteten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Verteidigungsminister Strauß als Landesverrat, aber auch Bundesanwalt Albin Kuhn sah das so.
Am 23. Oktober 1962 ergingen Haftbefehle, drei Tage später schlug das Bundeskriminalamt zu und am folgenden Morgen, dem 27. Oktober 1962, informierte der Verlag die Öffentlichkeit über die Vorgänge.
Später, am selben Tag, befragen Journalisten die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, worüber wiederum der Südwestfunk berichtete. Darin fällt auch das Stichwort „Onkel Aloys“. Unter diesem Titel war im September bereits ein Strauß-kritischer Artikel im Spiegel erschienen – und zwar darüber, dass ein enger Vertrauter der Strauß-Familie, Aloys Brandenstein, durch Rüstungsgeschäfte der Bundesregierung Millionen an Provisionsgeldern kassiert habe.
Minister Strauß verklagt „Spiegel“-Chef Rudolf Augstein. Viele spekulieren, dass die aktuelle Aktion gegen den „Spiegel“ ein Racheakt des Verteidigungsministeriums sei. Auch diese Frage sprechen die Journalisten gegenüber der Bundesanwaltschaft an.  mehr...

13.5.1999 Grüner Außenminister Joschka Fischer für Kriegseinsatz der Bundeswehr im Kosovo

13.5.1999 | Kaum im Amt, steht der erste Grüne Außenminister Joschka Fischer vor kriegsentscheidenden Fragen. Auf dem Sonderparteitag der Grünen in Bielefeld rechtfertigt er den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr mit Verweis auf "Nie wieder Auschwitz".
Hintergrund: Angesichts ethnischer Säuberungen bereitet die NATO einen Militäreinsatz vor. Joschka Fischer sieht keine Alternative. Doch die Grünen – mit ihrer pazifistischen Tradition – tun sich schwer, den Kurs ihres Außenministers mitzutragen. Auf einem außerordentlichen Parteitag kommt es zur Zuspitzung.
Noch bevor Joschka Fischer mit seiner Rede beginnt, wird er mit einem Farbbeutel beworfen. Sein Trommelfell reißt. Er wird kurz behandelt, redet dann aber trotzdem . Unter massivem Personenschutz rechtfertigt er seinen Standpunkt auch mit Verweis auf die deutsche Geschichte: "Nie wieder Auschwitz". Im Anschluss bekommt er die Zustimmung des Parteitags.  mehr...

02.01.2001: Bundeswehr-Soldatinnen dürfen kämpfen

Außer bei den Sanitätern oder in der Militärmusik können Frauen in der Bundeswehr seit 2001 auch „Dienst an der Waffe“ leisten.  mehr...

SWR2 Zeitwort SWR2

Gespräch Wie Begriffe Wirklichkeit schaffen: „Friedensmission“ oder „Kriegseinsatz“? Die Bundeswehr in Afghanistan

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr war für Gegner der militärischen Mission von vorneherein ein „Krieg“, die Befürworter fanden andere Worte. Welche Begrifflichkeiten von welcher Seite im Konflikt wann gebraucht wurden, untersucht der Sprachhistoriker Martin Wengeler von der Uni Trier. Er ist Sprecher des Sonderforschungsprojekts „Kontroverse Diskurse“, das ab nächstem Jahr von der Deutschen Forschungsgesellschaft unterstützt wird. Im Gespräch mit SWR2 erläutert er am Beispiel Afghanistan-Konflikt, wie Sprache im politischen Diskurs gezielt genutzt wurde.  mehr...

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Zeitwort 2.4.2010: In Afghanistan kommen drei Bundeswehrsoldaten ums Leben

Seit Gründung der Bundeswehr sind 114 SoldatInnen ums Leben gekommen. Das Karfreitagsgefecht 2010 in Afghanistan war ein besonders einschneidendes Ereignis.  mehr...

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