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Der 30. September 2010 ist als Schwarzer Donnerstag in die Geschichte des Widerstandes gegen Stuttgart 21 eingegangen.

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Der friedliche Protest wurde durch einen Polizeieinsatz mit Wasserwerfern und Pfefferspray zu einem Desaster auf beiden Seiten: Schwere Verletzungen von Demonstranten und Passanten, 380 Strafanzeigen gegen Polizisten und zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse.

Den Kritikern von Stuttgart 21 ging es vor allem um fehlende Transparenz und das "Nicht-gehört-werden" durch die Politik. Was hat sich seitdem im Land verändert? Und welche Narben sind vom Schwarzen Donnerstag geblieben?

Gespräch Harter Polizeieinsatz gegen informierten Protest: 10 Jahre „Schwarzer Donnerstag“

„Innerhalb der Stuttgarter Zivilgesellschaft hat sich als Folge der Proteste einiges geändert", sagt die Stuttgarter Soziologin Julia von Staden in SWR2 am Morgen. Die Menschen und Organisationen seien besser miteinander vernetzt und auch wachsamer, wenn es z. B. um Umweltschutzthemen gehe wie Feinstaub oder Klimawandel. „Und im Zuge der Bewegung gegen „Stuttgart 21“ sind viele ökologische und basisdemokratische Initiativen entstanden oder erst so richtig groß geworden und das hat sie soziale engagierte Stuttgarter Stadtgesellschaft nachhaltig geprägt," so von Staden. Und auch wenn Stuttgart 21 „to big to fail“ war, wäre dennoch die Hoffnung geblieben, mit Protesten etwas tun zu können. Als „schwarzer Donnerstag“ wird der 30. September 2010 bezeichnet, als die Polizei bei den Protesten gegen „Stuttgart 21“ mit Schlagstöcken, Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Schüler und Parkschützer vorgingen. Der Staat hatte Stärke zeigen wollen, doch der Polizeieinsatz entgleiste. Julia von Staden ist Geschäftsführerin des Stuttgarter Vereins „Die AnStifter“, sie hat das Buch „Stuttgart 21 - eine Rekonstruktion der Proteste“ geschrieben, das im Transcript-Verlag erschienen ist.  mehr...

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