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„Querdenken“ ist eine politische, aber keine soziale Bewegung, sagt der Protestforscher Dieter Rucht, Soziologe am Wissenschaftszentrum Berlin. Es werde keine grundlegende Veränderung der Gesellschaft angestrebt, sondern ein engeres Thema verfolgt.

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Die Rhetorik der Bewegung, etwa das klare Bekenntnis zum Grundgesetz, suggeriere „Wir sind aufrechte Demokraten“, erklärt Ruch im Gespräch mit SWR2. „Wenn man sich allerdings ansieht, wer da alles spricht, dann kommen doch Zweifel an der Demokratiefestigkeit dieser Gruppierung auf.“

In Konstanz und rund um den Bodensee hatten sich am Wochenende Menschen aus dem Umfeld der „Querdenken“-Bewegung versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Teilnehmer*innenzahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen der Veranstalter*innen zurück. Gleichzeitig formierten sich jedoch auch Gegendemonstrationen.

Teilnehmerzahlen am Protest-Wochenende blieben hinter Erwartungen zurück "Querdenker" und Gegendemonstranten protestierten in Konstanz

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