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Die Weigerung, die Flüchtlinge aus Moria auf das griechische Festland zu lassen, zeige eindeutig die Überforderung der griechischen Regierung, sagt der Ökonom und Griechenlandkenner Jens Bastian.

Das Land sei nicht bereit, wie in den Jahren zuvor, die Message zu liefern: „Wir sind aufnahmebereit“. Das wiederum liege daran, dass Griechenland das Flüchtlings-Problem angesichts der eigenen Wirtschaftskrise nicht aus eigener Kraft lösen könne. „Im Prinzip hat Europa jahrelang versucht, Griechenland mit Milliardenbeträgen ruhig zu halten“, so Bastian. Jetzt komme es darauf an, wie sich die Türkei in Zukunft verhalte.

Die Beispiele der vergangenen Monate legten nahe, dass Erdogan Flüchtlinge instrumentalisiere, um so ein Erpressungspotenzial gegen Europa in den Händen zu haben, kritisierte Jens Bastian.

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