Gespräch

Verluste links und rechts? CDU bei Wahlen in Sachsen-Anhalt zwischen AfD, FDP und Grünen

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Für die CDU und ihren Kanzlerkandidaten Armin Laschet werde es zum Lackmustest, ob sie sich bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt sowohl gegen AfD als auch gegen Grüne und FDP behaupten könnten, sagt Martin Machowecz vom Leipziger Büro der Wochenzeitung „Die Zeit“ in SWR2.

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Die Antikommunismus-Plakataktion der CDU sei dabei an der Realität der meisten Wähler vorbeigegangen. Die seien vor allem unzufrieden mit dem Corona-Management und hätten zugleich Angst vor einer zu ehrgeizigen Klimapolitik der Grünen und Eingriffen in den eigenen Lebensstil.

Die AfD könne davon allerdings nicht unbegrenzt profitieren. Sie sei zwar in Ostdeutschland weiterhin sehr stark, stehe auch in Sachsen-Anhalt bei weit über 20 Prozent, dies jedoch schon seit längerer Zeit.

Nach Umfragen vor den Landtagswahlen am 6. Juni 2021 in Sachsen-Anhalt liegt die CDU nur relativ knapp vor der AfD.

Sie wachse nicht mehr, so Machowecz, sei „wie festgetackert“ bei einem Viertel der Wähler. „Vielleicht hat die AfD ein bisschen ihr Potenzial ausgeschöpft, auch in Ostdeutschland“.

Stattdessen drohe die CDU jetzt auch Wählerstimmen an die FDP zu verlieren, die das Corona-Krisenmanagement immer wieder kritisiert habe, und andererseits an die Grünen, die mit Mahnungen zur Vorsicht ebenfalls Wähler*innen angesprochen hätten.

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