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INTERVIEW

Am 80. Jahrestag der Besetzung durch Nazi-Deutschland erinnern sich viele Griechen an die Epoche und die Verbrechen der Deutschen: „Es gibt so gut wie keine Familie, die nicht gelitten hat“, sagt Maria Oshana von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Athen im Gespräch mit SWR2.

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Oshana ergänzt: „Es gibt eine große Verbitterung, dass die deutsche Seite außer schönen Wort ihre Schuld nicht anerkennt“. Zwar gebe es zum Jahrestag keine offiziellen Gedenkveranstaltungen, doch habe das griechische Parlament erst gestern in einer Resolution festgestellt: Die deutschen Reparationen seien mit 290 Milliarden Euro zu veranschlagen.

Der Vorschlag der Grünen im Bundestag, eine Initiative zur Erinnerungspolitik zu starten, werde in Fachkreisen als „Signal gewertet“, so Oshana. Sie gibt allerdings zu bedenken: „Man verspricht sich relativ wenig, weil es nicht das erste Mal ist, dass man von Erinnerungspolitik spricht“.

Den Griech*innen gehe es aber um mehr: Dass Deutschland seine Schuld anerkennt. „Es geht nicht um Geld allein — es geht um die Haltung der Bundesregierung“, erklärt Oshana, „Griechenland erwartet, dass Deutschland von dieser kategorischen Ablehnung von Schuld abweicht.“

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Zeitwort 24.3.1944: Nazis erschießen 335 Zivilisten in den Ardeatinischen Höhlen

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14.10.1931 NSDAP schwadroniert über „Lebensraum“

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