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Von Queen bis queer – Wie Popstars mit der Männlichkeit spielen

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Norbert Lang diskutiert mit
Jens Balzer, Musikjournalist und Autor
Dr. Martin Seeliger, Soziologe, Uni Hamburg
Jenni Zylka, Musikjournalistin und Autorin

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Für die einen war er ein exzentrischer Rockstar, für andere eine Ikone der LGBTQ-Bewegung: Freddie Mercury, der vor 30 Jahren starb, spielte gekonnt mit Geschlechterklischees – und wurde zur Legende.

Wie hat er das Männerbild in der Musik geprägt? Wie hat sich Männlichkeit im Pop seither gewandelt? Und welche Männerfiguren sind heute erfolgreich?

Gespräch Internationaler Männertag: Die fatale Konstruktion des „echten“ Mannes ohne Schmerzgefühle

Solange es das Konstrukt des „harten Mannes“ gebe, der keinen Schmerz kenne, Säbelzahntiger töte und morgens einen Liter Kerosin trinke, sei die Männlichkeit in der Krise, sagt der Regisseur Tobias Ginsburg in SWR2, Autor des Buches „Die letzten Männer des Westens“.
„Wenn ich ein Kämpfer bin und unglaublich hart sein will, muss Männlichkeit in der Krise sein. Und das heißt, ich muss kämpfen“, so der Autor. Die Angst vor Verweichlichung, vor Degeneration, gebe es eigentlich schon seit der Antike. „Heute hören wir das von den Kräften außen rechts“.
Das Bild des harten Mannes sei eine Geschlechterkonstruktion, der niemand gerecht werden könne. Zudem sei bei den Rechtsextremen die Flüchtlingskrise verbunden gewesen mit der Befürchtung, die deutschen Männer würden jetzt weich, und von außen kämen die Alphas, um sie zu zerstören. Ein Argument, das damals sogar von 15-jährigen Onlinern zu hören gewesen sei.
„Es brodelt immens unter der Oberfläche unserer Gesellschaft“, sagt Tobias Ginsburg. Und wenn man darüber recherchiere, sei das zwar gruselig, nehme einem aber die Angst. Für sein Buch war Ginsburg inkognito für acht Monate in eine Szene von Reichsbürgern und Rechtsextremisten eingetaucht.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Der Beginn einer Weltkarriere Elton Johns Debütalbum erschien im Jahr 1969

Vor 50 Jahren veröffentlichte Elton John sein erstes Solo-Album: "Empty Sky". Aber erst ein Jahr später wurde er wirklich beachtet - und über Jahrzehnte hinaus berühmt.  mehr...

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Rock Led Zeppelin – IV: Wie ein Album ohne Namen Geschichte schrieb

Ein Album ohne Titel und mit kryptischen Zeichen anstelle eines Bandnamens: Das namenlose vierte Studioalbum von Led Zeppelin, bekannt als „IV“, „Zosa“ oder „Four Symbols“ ist mit seinem richtungsweisenden Sound, der mystischen Symbolik und dem legendären Song „Stairway to heaven“ das Opus Magnum der vielseitigen britischen Rockband. Vor 50 Jahren, am 8.11.1971, erschien das Album.  mehr...

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