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Ein Volksfest könne man nun einmal nicht online herunterladen, sagt Marco Sottile in SWR2 über die prekäre Lage der Schausteller in Deutschland. 30 Prozent von ihnen droht der Bankrott. Dabei gehe es nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern auch um die Kultur des Ereignisses, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Mainz der Schausteller und Marktbeschicker.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

Wenn die Besucher Gesichtsmasken tragen müssten, könne ein Volksfest eigentlich nicht funktionieren. Dabei arbeiteten auch die Schausteller an alternativen Konzepten. So hätten die Mainzer Schausteller Pläne für einen mobilen Freizeitpark gemacht. Da aber viele Attraktionen bereitgestellt werden müssten und eine Zulassung nur für 250 Personen bestehe, sei ein solches Vorhaben letztlich nicht wirtschaftlich.

Auch einzelne Stände in der Stadt zu verteilen sei schwierig. Zum einen müssten Schausteller bei den Marktchancen gleich behandelt werden, so Sottile, zum anderen komme man so auch der Gastronomie in die Quere. Um an mindestens 50 Ständen in der Stadt beispielsweise wenigstens „Essen to go“ anbieten zu können, sei Mainz letztlich zu klein. Bis zum 31. August, dem vorläufigen Ende des Veranstaltungsverbots, bleibe Schaustellern nichts anderes übrig, als in der Lagerhalle Reparaturarbeiten zu machen und alles zu tun, um nicht in Depressionen zu verfallen.

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Bei einer Wiederaufnahme von Chorproben nach Aufhebung des Verbots ab Anfang Juni sei ein Abstand von zwei Metern beim Chorsingen empfehlenswert, so Bernhard Richter vom Freiburger Institut für Musikermedizin in SWR2 zur Auswertung neuerer Studien zur Verbreitung des Coronavirus. Das Institut empfehle außerdem Singen in möglichst hohen und großen Räumen wie beispielsweise Kirchen. Auch eine möglichst gute Durchlüftung senke das Risiko beträchtlich. Am besten sei natürlich Singen im Freien, weil die freigesetzten Aerosole dort nahezu immer sofort unschädlich gemacht würden. Vollständig ausschließen lasse sich ein Risiko aber auch nicht unter Beachtung aller Vorsichtsmaßregeln.
Prof. Bernhard Richter ist einer der Leiter des Instituts für Musikermedizin an der Universitätsklinik Freiburg, HNO-Arzt und selbst Sänger.
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