Kulturmedienschau

Viele Worte, wenige Taten: Keine gute Bilanz für Claudia Roth nach 20 Monaten im Amt | 8.9.2023

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Kristine Harthauer
Kristine Harthauer, SWR2 Moderatorin (Foto: SWR, Christian Koch)

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Eine Woche ist es her, dass Kulturstaatsministerin Claudia Roth verkündet hat, die Berlinale solle in Zukunft wieder von einer einzigen Person „geleitet und repräsentiert“ werden.

Seitdem hagelt es viel Kritik: Der bisherige künstlerische Leiter des Festivals, Carlo Chatrian, veröffentlichte eine Art Abschiedsbrief, in dem er ankündigte, er werde seine Tätigkeit nach der kommenden Berlinale beenden. Daraufhin erschien ein an Claudia Roth gerichtetes Protestschreiben, das inzwischen von mehr als dreihundert Filmschaffenden aus aller Welt unterzeichnet wurde: unter ihnen Martin Scorsese, Paul Schrader, Kristen Stewart, Tilda Swinton und die deutschen Regisseure Maren Ade und Andreas Dresen.

Und mit der Berlinale endet die Kritik an der Kulturstaatsministerin nicht: Die Kulturseiten der Zeitungen ziehen keine gute Bilanz nach gut 20 Monaten Amtszeit von Claudia Roth. Und auch am Mittwoch, bei der Eröffnung des Berliner Literaturfestivals schauten die Feuilletons genau darauf, was Roth sagt.

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