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Über die Macht und Ohnmacht der Worte
Von Detlef Kühn

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Am Anfang, so heißt es im Alten Testament, war das Wort. Gott genügten Worte, um die Welt zu schaffen. Seither sind es die Menschen, die mit ihren Worten Einfluss nehmen auf Gottes Schöpfung. Ein einziges Wort kann ausreichen, einen Vertrag zu schließen, Treue zu bekunden, Hoffnung zu wecken, eine Liebe zu entflammen, eine Liebe zu beenden. Heilige Schriften, politische Programme, Ideologien aller Art versprechen Erlösung im Jenseits oder den Himmel auf Erden. Doch die magische Kraft, die ihren Worten innewohnt, verliert sich im Laufe der Zeit. Aus Macht wird Ohnmacht, wenn die Menschen den Worten keinen Glauben mehr schenken. (SWR 2019)

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