Tagesgespräch

Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene fordert von kommender Bundesregierung mehr Engagement im Bahnverkehr

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Das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene fordert von der künftigen Bundesregierung mehr Investitionen in den Schienenverkehr. Deutschland leide in diesem Bereich unter einem jahrzehntelangen Sanierungsstau, sagte Geschäftsführer Dirk Flege im SWR-Tagesgespräch. "Aufgabe Eins ist, die Schieneninfrastruktur in Deutschland massiv zu ertüchtigen."

In der vergangenen Legislaturperiode seien die Investitionen in diesem Bereich zwar verstärkt worden, sagte Flege weiter. Trotzdem habe Deutschland im Laufe der letzten Jahrzehnte in Europa den Anschluss verloren, wenn es um den Ausbau des Schienennetzes gehe. Etliche europäische Staaten investieren Flege zufolge pro Kopf deutlich mehr in die Schienen-Infrastruktur - und zum Teil auch deutlich mehr als in ihre Bundes- und Fernstraßen.

Außerdem solle die Bundesregierung die unterschiedlichen Verkehrsträger nicht nach dem "Gießkannen-Prinzip" fördern, indem sie gleichzeitig beispielsweise den Flugverkehr billig halten wolle, Kaufprämien für sauberere Diesel-LKW einführe und zugleich den Schienenverkehr attraktiver machen wolle, sagte der Verbandsvertreter. "Man muss sich schon entscheiden und wir wollen eine klare Priorität für den Schienenverkehr - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der klimapolitischen Herausforderungen."

Flege forderte dabei insgesamt eine "Zeitenwende" und sprach von einer "radikalen Wende in der Verkehrspolitik". Einer der Wünsche der Allianz Pro Schiene sei, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent des deutschen Gütertransports über den Schienenverkehr abgewickelt werde.

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