Gespräch

Verkehr raus – Grün rein! Stadtkonzepte für den Klimawandel

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INTERVIEW
Eva Marburg

Das Problem beim anstehenden Transformationsprozess für die Städte, sich gegen die immer stärker werdende Hitze zu wappnen, ist die jahrelange Dauer, meint Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung der Stadtregion Stuttgart.

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Für alles, „was Städte und Bauen“ betrifft, sei es eigentlich schon zu spät. Das bisher herrschende Stadtsystem, das versiegelt, dunkel und hitzeabsorbierend war, müsse geändert werden, sagt Andreas Hofer.

Grundsätzlich sei Bauen und Klimaneutralität kein Widerspruch. Außerdem gebe es mittlerweile viele Städte wie Kopenhagen, Barcelona oder Paris, die Vorreiter seien und die sich auf den Weg gemacht haben. Vorbilder gebe es also.

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In Rheinland-Pfalz seien die Kommunen hochverschuldet, sagt Michael Mätzig, Geschäftsführer des Städtetages Rheinland-Pfalz. „Das heißt, das Geld fehlt, um mögliche Maßnahmen zur Klimaanpassung auf den Weg zu bringen.“ Das wirke sich zum Beispiel beim Personal aus. „Klimaschutzmanager“ gebe es in den Städten, aber immer nur mit befristeten Verträgen, weil auch hier das Geld fehle, so Michael Mätzig.
Das Land Rheinland-Pfalz müsse aber nicht nur finanzielle Spielräume für die Kommunen schaffen, sondern auch rechtliche. So müssten die Kommunen bessere Möglichkeiten bekommen, Flächen als Freiflächen vorzuhalten, damit zum Beispiel bei Hochwasser das Wasser besser ablaufen kann.
Was den Klimaschutz angeht, so gelte bisher für die Kommunen in Rheinland-Pfalz: „Wenn ihr Geld übrig habt, dann macht es. Wenn ihr kein Geld habt, könnt ihr es nicht machen.“ Das könne nicht sein, wenn man bei dem Thema auf kommunaler Ebene wirklich vorankommen will, meint Michael Mätzig.  mehr...

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