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INTERVIEW

Ab dem 18. Juni beginnen Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, die nächste Tarifrunde vorzubereiten. Der Gewerkschaftsexperte Wolfgang Schroeder, Professor an der Universität Kassel, hat im Vorfeld der Verhandlungen Kritik an den Gewerkschaften geübt.

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In der Sendung SWR2 am Morgen sagte Schroeder: „Die Gewerkschaften sind aufs Ganze betrachtet zwar sehr konstruktiv, sie sind aber zu still.“ In der Corona-Krise erwarteten gerade die Menschen, die in systemrelevanten Bereichen wie dem Pflegesektor oder in Krankenhäusern tätig sind, das jetzt was passiere.

„Es bedarf der Tarifverträge und der leistungsbezogenen Veränderungen, um diese systemrelevanten Gruppen auch wirklich in den Stand zu versetzten, der ihnen gebührt“, so Schroeder. Dennoch räumte er ein, dass die Gewerkschaften die Politik der Bundesregierung in Zeiten der Pandemie sehr konstruktiv unterstützt hätten. Vor allem das Instrument der Kurzarbeit sei sehr „kraftvoll“ eingesetzt worden.

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