Tagesgespräch

VDA-Präsidentin Müller: Mehr Energie, mehr Rohstoffe, mehr Handelsabkommen sind die Aufgaben des Staates

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AUTOR/IN
Constance Schirra

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Die Automobilindustrie blickt etwas zuversichtlicher in die Zukunft als während der Corona-Pandemie. Das letzte Jahr sei tatsächlich bereits etwas besser gewesen und dennoch befinde man sich noch immer weit unter dem Vor-Corona-Niveau, sagte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, im SWR2 Tagesgespräch. "Das heißt, die Weltmärkte haben sich noch nicht erholt. Die guten Zahlen kommen in der Regel nicht aus Europa oder Deutschland. Die Wachstumsdynamiken in anderen Märkten sind sehr viel höher“, so Müller. Für die geplante langfristige Umstellung der Branche auf Elektroautos sieht die VDA-Präsidentin neben der Autoindustrie allerdings vor allem den Staat in der Pflicht: "Mehr Energie, mehr Rohstoffe, mehr Handelsabkommen, das sind, glaube ich, die Aufgaben des Staates - und weniger Bürokratie für uns alle, das ist auch noch mal ein guter Beitrag“, so Müller.

Die VDA-Präsidentin bekräftigte den Willen der Automobilhersteller, in den nächsten Jahrzehnten auf Elektromobilität umzustellen. Auf die Frage, ob das Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 zu schaffen sei, antwortete Müller: "Ich bin nicht bereit im Jahr 2023 dieses Ziel aufzugeben. Ich weiß aber, wie ambitioniert alles ineinandergreifen muss. Wir leisten unseren Beitrag, aber die Ladeinfrastruktur muss gebaut werden, der Staat muss dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.“

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Constance Schirra