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INTERVIEW

„Wir erleben derzeit zwei verschiedene Bedrohungen der Demokratie“, sagt der Direktor des neuen „Trierer Instituts für Demokratie- und Parteienforschung (Tidup), Uwe Jun, in SWR2: Die innere sei die Unterwanderung durch Rechtspopulisten, die äußere gehe von autoritären Staaten aus. Diese beiden Bedrohungen gelte es genauer zu erforschen, so Jun. Es gehe aber auch um die Vermittlung von demokratischen Werten in Schulen oder in der Erwachsenenbildung.

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Demokratieskeptische oder sogar demokratiefeindliche Haltungen würden vor allem aus zwei Gründen entstehen: Entweder sind Menschen mit den Ergebnissen demokratischer Entscheidungen unzufrieden, oder sie hätten den Eindruck, als Einzelne nicht hinreichend an der Demokratie teilnehmen zu können.

„Wir erleben eine Fragmentierung der Gesellschaft“, so Uwe Jun. Das Internet habe hier noch einmal verstärkend gewirkt. Die gegenseitige Abschottung der verschiedenen Interessen und Meinungen könne dazu führen, dass es schwierig werde, Kompromisse und Konsens herzustellen. Die Gefahr liege in der inneren „Aushöhlung der Demokratie“.

Das Trierer Institut für Demokratie- und Parteienforschung (Tidup)

Die Universität Trier und das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium finanzieren das neue „Trierer Institut für Demokratie- und Parteienforschung (Tidup). Veranstaltungen sollen sowohl in Trier als auch in der Berliner Vertretung von Rheinland-Pfalz stattfinden. Für den Sommer ist eine Veranstaltung zur anstehenden Bundestagswahl angedacht. Einen Eröffnungsakt soll es geben, sobald die Corona-Pandemie wieder Präsenzveranstaltungen zulasse.

Mannheim

Portrait Yilmaz Holtz-Erşahin, neuer Leiter der Stadtbibliothek Mannheim, setzt auf interkulturelle Begegnung

Der 48 Jährige Kommunikations- und Medienwissenschaftler Yilmaz Holtz-Erşahin ist neuer Leiter der Stadtbibliothek Mannheim. Zuletzt leitete er die interkulturelle Bibliothek Duisburg. „Bibliotheken sind offene Räume des Diskurses, lebendige Orte der Gemeinschaft und der Demokratie – und zwar für alle, egal welcher Herkunft und welchen Alters“, so Holtz-Erşahin in SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Diskussion Wir zuerst! Wie verändert Identitätspolitik die Gesellschaft?

Schwarz, feministisch, queer – immer mehr Menschen betonen ihre Gruppenidentität. Und beklagen Diskriminierung. Aber, wer abgrenzt, spaltet. Bedrohen die identitätspolitischen Grabenkämpfe die Demokratie? Doris Maull diskutiert mit Alice Hasters - Journalistin und Autorin, Prof. Dr. Andreas Rödder - Historiker, Universität Mainz, Bernd Stegemann - Dramaturg und Autor  mehr...

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Heidelberg

Zeitgeschichte Friedrich Ebert zum 150. Geburtstag: Erster Reichspräsident und Gründervater der deutschen Demokratie

Er war das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte: Vor 150 Jahren, am 4. Februar 1871, kam Friedrich Ebert in Heidelberg zur Welt. Die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte erinnert an den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik mit virtuellen Online-Rundgängen durch sein Geburtshaus. Anlass zum Innehalten und Nachdenken in Zeiten, in denen unsere Demokratie gefährdet scheint.  mehr...

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