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Skepsis, ob Biden die Trump-Wähler überzeugen kann

Signale der Versöhnung - das erwartet die Welt von Joe Biden, wenn er bei der Amtseinführung seine erste Rede als neuer US-Präsident hält. "Es ist die Erwartung, dass er sich weiter präsentiert als einer, der die Spaltung aufhält.", meint die USA-Expertin Sieglinde Lemke vom Freiburg Institute for Advanced Studies in SWR2. Es gehe für Biden darum die "vier Jahre toxischer Polarität" unter Donald Trump zu beenden.

Die Schwierigkeit für den neuen Mann im Weißen Haus sieht die Amerikanistin darin, jene 74 Millionen Wähler zu überzeugen, die im November für Trump gestimmt hatten. Zwar gebe es in Trumps Republikanischen Partei erste Anzeichen für ein Umdenken, aber Lemke sagt auch: "Ob er das schafft, langfristig, da bin ich skeptisch."

Rasche und wirksame Maßnahmen gegen Corona als Chance für Biden

Die Chance für Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris bestehe darin, die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie rasch und wirksam zu starten. Außerdem müsse der Rassismus im Land bekämpft werden. Lemke meint: "Das kann man nicht allein mit Versöhnungsrhetorik in den Griff bekommen." Aber wenn die Politik anschlage, so Lemke, "dann haben sie eine gewisse Chance, von dem Spaltungswahnsinn wegzukommen, den wir jetzt verfolgt haben."

Prof. Sieglinde Lemke lehrt seit 2005 an der Universität Freiburg und forscht zu Amerikanistik und Kulturwissenschaften am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Neuer US-Präsident Präsident Biden hat sein Amt angetreten - Rückkehr zum Pariser Klimaschutzabkommen

Joe Biden hat sein Amt als 46. Präsident der Vereinigten Staaten angetreten. Kurz nach seinem Einzug ins Weiße Haus unterzeichnete er erste Anordnungen und leitete unter anderem die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen ein. Außerdem stieß er Reformen im Einwanderungs- und Einreiserecht an.  mehr...

Gespräch Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger: Joe Biden ist ein Freund der Europäer

Die Erwartungen sind hoch an den neuen US-Präsidenten Joe Biden, auch was eine Verbesserung der transatlantischen Beziehungen betrifft.
„Joe Biden ist ein sympathischer und umgänglicher Politiker-Typ, der bereits seit über 40 Jahren in der Außenpolitik aktiv ist“, sagt Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz. Er habe bereits die handelnden Personen in der Zeit des Kalten Krieges gekannt und kenne auch die heutigen Akteure. Ein vertrauensvoller Umgang werde mit Joe Biden daher möglich sein. Dennoch müssten die Europäer nun verantwortlich mit ihren euphorischen Erwartungen umgehen. Auch Joe Biden wolle eine Außenpolitik für die amerikanische Mittelklasse, von der der normale amerikanische Bürger profitieren kann. Der Streit mit den USA um Verteidigungsausgaben und auch um Handelsfragen werde deshalb nicht lange auf sich warten lassen. Deshalb dürften sich die Europäer jetzt nicht zurücklehnen, sondern müssten mit Angeboten auf die neue amerikanische Regierung zugehen, meint Wolfgang Ischinger.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch CDU-Außenpolitiker Röttgen zur Vereidigung Bidens: "Im Stil, im Ton kann man jetzt wieder über alles reden."

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, hofft unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden auf eine bessere transatlantische Partnerschaft. Im SWR sagte der CDU-Außenpolitiker, "im Stil, im Ton kann man jetzt wieder über Alles reden“. Allerdings mahnt Röttgen, die bisherigen Streitpunkte wie das Zwei-Prozent-Ziel der Nato oder die Ablehnung von Nord Stream 2 blieben bestehen. Diese Punkte seien parteiunabhängig. Die amerikanische Bevölkerung habe derzeit eigene Themen wie die Pandemie und die Versöhnung des gespaltenen Landes. Die USA erwarteten von Europa und Deutschland weiterhin mehr Eigenverantwortung und mehr Investitionen in die eigene Sicherheit. Im SWR sagte Röttgen: "Wenn wir das nicht tun, dann wird auch das Partnerschaftsangebot dieser Administration dann irgendwann nicht Realität sein."  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Kulturmedienschau Bidens Amtsantritt als düsteres Spektakel | 20.1.2021

Heute ist es endlich - nach langem Warten und Bangen nach der Wahl, einem Mob-Ansturm auf das Capitol und nach vier endlos scheinenden, sehr zehrenden vier Jahren unter Donald Trump - soweit: Der neu gewählte Präsident der USA, Joe Biden, soll heute vereidigt werden. Die Welt schaut nach Washington und auch die Feuilletons.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Forum USA vor dem Machtwechsel - Die gespaltenen Staaten von Amerika

Claus Heinrich diskutiert mit
Prof. Russell A. Berman, Literaturwissenschaftler, Stanford University
Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington
Prof. Dr. Britta Waldschmidt-Nelson, Historikerin, Universität Augsburg  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Zeitwort 20.1.1937: US-Präsident Franklin D. Roosevelt wird vereidigt

Franklin D. Roosevelt wurde vier Mal zum US-Präsidenten gewählt und vier Mal vereidigt. 1937 fand die Vereidigung eines US-Präsidenten zum ersten Mal an einem Januartag. Vorher war die Amtsübergabe traditionell am 4. März.  mehr...

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