Gespräch

US-Drohnenkrieg: Vor einem Jahr sterben unschuldige Menschen in Kabul

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INTERVIEW
Doris Maull

„Weltweit gibt es mehr als 22.000 zivile Opfer durch Drohnenangriffe des US-Militärs“, sagt die Journalistin Natalie Amiri bei SWR2. Vor einem Jahr tötete eine US-Drohne in Kabul zehn Unschuldige.

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Das Pentagon versuchte, den Angriff zu vertuschen

Unter den Opfern war die dreijährige Malika. Natalie Amiri hat mit der Familie mehrere Interviews geführt, um den Fall aufzuarbeiten. Zunächst hatte das Pentagon versucht, den Drohnenangriff zu vertuschen. Erst nach Recherchen der New York Times haben Mitarbeitende zugeben, dass es sich um einen „tragischen Fehler“ gehandelt habe.

Mittlerweile seien die Eltern von Malika nach Doha gebracht worden, von dort reisten sie weiter nach Amerika, berichtet Amiri. „Diese Aktion fand nur statt, weil sie sich einen Anwalt genommen haben, der vor allen Dingen die Amerikaner an ihre Versprechen erinnern erinnern musste“, so die Journalistin.

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