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Die Hochwasserkatastrophe und ihre Folgen für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden nach Ansicht des Staatssekretärs im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, überall auf der Welt wahrgenommen. Flasbarth nimmt derzeit an den Beratungen der Umweltminister der G20-Staaten in Neapel über den Klimawandel teil. "Alle haben mir hier ihr Mitgefühl ausgesprochen. Dass ein Land, wie Deutschland, das über viele Möglichkeiten, auch viele
Vorsorgemöglichkeiten verfügt, so hart getroffen wird und viele
Todesopfer zu beklagen hat, ist nochmal ein weiteres Ausrufezeichen", sagte Flasbarth im SWR-Tagesgespräch mit Florian Rudolph.
Die Flutkatastrophe liege allerdings auch nicht jenseits dessen, wovor Wissenschaftler weltweit warnten. "Wir beklagen seit langem, dass die Welt insgesamt nicht angemessen reagiert, gegenüber dem, was die Wissenschaft uns sagt. Wir hätten früher mehr Klimaschutz machen müssen. Wir haben vieles auf EU-Ebene, in Deutschland – und zuletzt – auch im Kreis der Industriestaaten, der G7-Staaten, erreicht. Wir müssen aber auch mit China reden."
Flasbarth sagte zum Auftakt des G20-Treffens, die Bandbreite an Interessen liege weit auseinander. "Wir werden hier keine Durchbrüche für den globalen Umweltschutz, den globalen Naturschutz und auch nicht für den globalen Klimaschutz erreichen. Dafür müssen wir noch viele solcher Treffen haben und noch lange ringen, um unsere Ziele zu erreichen."

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