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Seit drei Monaten ist das Vereinigte Königreich offiziell nicht mehr Teil der Europäischen Union. Im SWR2 Tagesgespräch erklärt Ulriche Hoppe, der Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen IHK die Auswirkungen. Das Freihandelsabkommen sorge zwar dafür, dass zwischen der EU und Großbritannien keine Zölle anfallen, bedeute die neue Grenze "extra Kosten" durch Bürokratie, "denn das muss alles nachgewiesen werden", so Hoppe. Der Warenverkehr sei "deutlich mühsamer geworden" – in beide Richtungen. Dennoch seien britische Unternehmen deutlich stärker von den neuen Regelungen betroffen, weil der Export der britischen Volkswirtschaft zu "knapp 50 Prozent in die EU" gehe, umgekehrt seien es weniger als 10 Prozent. Außerdem gebe es von Großbritannien in Richtung EU deutlich mehr Formalitäten: "Denn die Briten haben einseitig erst mal viel 'durchgewunken' und die echten Zollformalitäten, die an der Grenze stattfinden, auf den 1. Januar nächsten Jahres verschoben." Im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier erläutert Hoppe außerdem, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Corona-Pandemie im Vergleich mit dem Brexit hat.

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