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"Die Probleme sind schon ohne Corona ganz immens. Es gibt sehr viele Erkrankungen durch die alleinerziehende Situation, psychische und physische. Durch die Coronakrise ist alles nochmal potenziert," sagt Dr. Carmen Eschner, diplomierte Pädagogin und macht in Solingen psychologische Beratung, besonders für Familien. Schon normalerweise gäbe es bei Alleinerziehenden immer die Situation der Ü berforderung und der Depression. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage stünde nahezu jeder zweite Alleinerziehende, 46% , ständig unter Druck. Fast 2/3 der Alleinerziehenden gaben an, an Müdigkeit, Schläfstörungen, Erschöpfung und Burnout zu leiden. "Ich denke, dramatisch wirkt sich bei Eltern und KIndern das Kontaktverbot zu den Großeltern aus. Großeltern sind inzwischen nicht nur Bezug - oder sogar Bindungspersonen, sondern sie leisten sehr viel praktische Unterstützung, gerade bei Alleinerziehenden und Eltern, die beide berufstätig sind. Oft können sie Streit, Stress, Krankheit, vor allem Depression und Burnout durch engagierte Arbeit abmildern oder verhindern," so Eschner. Laut dem Statistischen Bundesamt waren rund 2,17 Millionen Mütter und etwa 407.000 Väter im Jahr 2018 alleinerziehend in Deutschland. 41,5 % der Familien mit einer alleinerziehenden Mutter oder einem alleierziehenden Vater sind in Deutschland von Armut bedroht

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