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INTERVIEW

„Trivial“ und „banal“, „gerade zu lächerlich“ nennt Soziologe Harald Welzer die Art und Weise, wie der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland nach Angela Merkels Regierungserklärung Kritik an den geplanten Maßnahmen geübt hat. Ausgerechnet die Partei, die die auf dem Grundgesetz basierende Gesellschaftlichkeit zerstören wolle, seien die ersten, die Freiheitsrechte weiter für sich reklamierten.

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Die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zu den neuen Corona-Beschlüssen am Donnerstag, 29.Oktober, wurde von Gauland heftig kritisiert mit den Worten eine „Corona-Diktatur auf Widerruf“ vertrage sich nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung – man greife zu tief in die Freiheitsrecht der Bürger ein.

Welzer betonte, „man darf nicht vergessen, dass in der Pandemie das Systemvertrauen und das Vertrauen in die etablierten Medien gewachsen ist und das Vertrauen in solche Krawall-Parteien gesunken ist“. Der Soziologe ist der Ansicht, man solle die einsichtsfähigen, aufklärungsbereiten Teile der Bevölkerung vielmehr unterstützen, als zu viel über die Gaulands dieser Welt zu reden.

Gespräch Regierungserklärung und Bundestagsdebatte zur Corona-Krise

Vor der Bundestagsdebatte zur Corona-Krise haben Opposition und einige Medien beklagt, das Parlament habe zu wenig darüber debattiert. Das zu beklagen sei auch ihre Aufgabe, sagt der Politikwissenschaftler Ulrich von Alemann im Gespräch mit SWR2. Allerdings sei der Bundestag durchaus aktiv gewesen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Warum Verschwörungsmythen gefährlich sind

Die Mainzer Sozialpsychologin Pia Lamberty spricht lieber von Verschwörungsmythen als von Verschwörungstheorien. Denn eine Theorie sei falsifizierbar, wenn Fakten ihr widersprechen, verändert man sie. „Und genau das passiert hier nicht, teilweise existieren diese Annahmen konträr zu unserem Wissen. Beispielsweise, wenn Menschen glauben, dass die Erde flach sei“, sagt Lamberty. Im Gespräch mit SWR2 erklärt sie, warum Verschwörungsglauben derzeit Hochkonjunktur hat, und warum er so gefährlich ist.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Die zweite Coronawelle

Forum Angst vor der vierten Welle – Welche Corona-Politik brauchen wir?

Gregor Papsch diskutiert mit
Prof. Dr. Bodo Plachter, Virologe, Universitätsmedizin Mainz
Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Soziologin, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, Hamburg
Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Medizinethikerin, Universitätsmedizin Göttingen  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Medizin „Corona-Impfungen von Schwangeren sind unbedenklich“

Schwangere und stillende Frauen wurden bei Impfzentren wohl häufig abgewiesen, weil die Datenlage unklar war. Doch mittlerweile zeigt sich, dass die Impfung von Stillenden und Schwangeren für Mutter und Kind unbedenklich sind.
Christine Langer im Gespräch mit dem Gynäkologen Prof. Achim Wöckel  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Corona-Impfung Endlich sind auch Studierende an der Reihe: 30.000 Impfdosen für Hochschulen in Rheinland-Pfalz

Die Kampagne kommt gut an, sagt die rheinland-pfälzische Asten-Sprecherin Hannah Trippner in SWR2 zum Start von Impfungen an sechs rheinland-pfälzischen Hochschulen mit je 5.000 Biontech-Impfdosen. Die Impfaktion sei Ausdruck einer Wertschätzung, die vielen Studierenden bislang gefehlt habe, zumal sich alle in der Krise solidarisch verhalten hätten. Es sei zwar richtig gewesen, so die Studentin aus Landau, zuerst die vulnerablen Gruppen zu schützen. Man dürfe Betroffene nicht gegeneinander ausspielen. Dennoch sei die Impfaktion ein Schritt zu mehr Generationengerechtigkeit. Sie appelliere an alle Studierenden, von dem Impfangebot Gebrauch zu machen.
Einige Studierende an den Hochschulstandorten Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Mainz und Trier seien bereits geimpft. Beispielsweise hätten Tutor*innen zur dritten Gruppe der Impfpriorisierung gehört. Zugleich hielten sich viele wegen des Online-Betriebs nicht am Studienort auf. Die Asten-Sprecherin geht deshalb davon aus, dass es bei der Impfaktion an den rheinland-pfälzischen Hochschulen nicht zu einer Überbuchung kommen wird.
Aus studentischer Sicht seien schnelle Impfungen unerlässlich, damit Studieren in Präsenz wieder möglich werde. „Diese Pandemie hatte viele Rattenschwänze für Studierende“, sagt Hanna Trippner. Dazu hätten neben dem reduzierten Studienangebot auch Vereinsamung und finanzielle Probleme gehört. Es sei daher wichtig, dass die Politik dies bei der Beurteilung des Studienverlaufs berücksichtigt habe und beispielsweise die Zahlung von Bafög verlängert werden könne.  mehr...

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